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Bei schönstem Wetter kämpften insgesamt zwölf Teams um den Gesamtsieg beim Handicap-Schlauchbootrennen. Jedes Team, bestehend aus vier Teilnehmern, musste einen Rundkurs bewältigen. Erschwerend kam hinzu, dass keine Hilfsmittel benutzt werden durften. Eine weitere Schwierigkeit war das Abtrennen eines Fenders, der aus einer Verankerung zu lösen war. Die sich in der Vorrunde schon als Favorit herauskristallisierte Truppe der ersten Herren des TSV Hasenbüren gaben einen kurzen Einblick in ihre Erfolgsstrategie. Frontmann Michel Kruse: "Derjenige mit den größten Händen führt das Boot an, da waren wir uns einig. Es kommt aber natürlich auch auf gute Kameradschaft an."
Kameradschaft, ein Wort, das sehr oft während der Feierlichkeiten zum 75-jährigen Bestehen zu hören war. Beim Empfang im Kaemnahaus in Seehausen unterstrich Ture Schönebeck, stellvertretender Amtsleiter der Feuerwehr Bremen, in seiner Ansprache, dass die Feuerwehr Seehausen gerade auch durch ein tolles Gemeinschaftsgefühl sehr leistungsstark sei. "Bei dieser Wehr herrscht einfach ein gutes Ambiente, hier in Seehausen wird eine gute Hand angelegt, wenn es um die Bewältigung der Aufgaben geht. Wir wissen, was wir an der Freiwilligen Feuerwehr Seehausen haben", lobte Schönebeck anerkennend.
Er ging noch auf die Geschichte der Wehr ein. Sie wurde 1936 neben einigen anderen Freiwilligen Feuerwehren in einer sehr schwierigen Zeit gegründet, in der es vorrangig darum ging, die Heimat zu schützen. In Zeiten des Kalten Krieges wurde in in den Katastrophenschutz investiert. In der Neuzeit müssen sich die Wehren unter anderem mit dem Fortschritt der Technologien beschäftigen. Schönebeck sieht die Feuerwehr Seehausen auf einen sehr guten Weg. "Wir haben mit der Feuerwehr Seehausen einen verlässlichen Partner, und ich beglückwünsche euch zu eurer Wehr!", untermauerte Schönebeck seine Worte.
Mäurer: Wichtiger Standort
Auch Innensenator Ulrich Mäurer unterstrich die Wichtigkeit der Freiwilligen Feuerwehr Seehausen und lobte die Leistungsfähigkeit und die Tagesalarmbereitschaft. "Die Feuerwehr Seehausen ist immer präsent und mit ausreichend Personal sehr gut ausgestattet, hier setzt sich die Feuerwehr Seehausen weit von anderen Wehren ab. Außerdem ist der Standort hier in Seehausen ungemein wichtig, man kann die Zeiten aus der Stadt ausrückend einfach nicht einhalten!", betonte Mäurer in seiner Ansprache.
Wehrführer Andreas Schwarz blickte in seiner Rede auf die vergangenen 75 Jahre zurück. Insbesondere erwähnte er den sehr guten Ausbildungsstand der Kameraden, was sich besonders in den sehr guten Platzierungen bei den Wettkämpfen gezeigt hat. Er ging weiter auf den Status der Wehr als Randwehr ein, wo die Kameraden erste Entscheidungen fällen müssen, da die Berufsfeuerwehr eine gewisse Zeit braucht, bis sie am Einsatzort eintrifft. Das Thema Randwehr wollte Schwarz aber nicht als Abwertung verstanden wissen, da alle Kameraden den gleichen Ausbildungsstand wie die Kameraden der anderen Wehren haben müssen. Schwarz äußerte sich zufrieden, dass die Feuerwehr Seehausen demnächst ein Feuerwehrrettungsboot erhält, zumal die Einsatzfahrzeuge zum Teil sehr alt sind. "Unser LF16TS ist bereits 27 Jahre alt und entspricht nicht mehr dem neuesten Stand der Technik!" gab Andreas Schwarz zu Bedenken.
Er blickte aber voller Stolz auf das Erreichte der jüngsten Vergangenheit zurück und gab einen aktuellen Stand. Da wäre zum einen die Einrichtung einer Abgasanlage in der Fahrzeughalle, die mit Hilfe der Firma ArcelorMittal, dem Beirat Woltmershausen und der Feuerwehr Bremen angeschafft werden konnte. Schwarz lobte darüber hinaus auch die gute Zusammenarbeit mit den Beiräten Seehausen und Woltmershausen. Er versicherte zudem, dass die Freiwillige Feuerwehr Seehausen in Zukunft alles Erdenkliche unternehmen werde, um die Bürger vor Gefahren zu schützen. Die Feierlichkeiten fanden mit einer großen Jubiläumsparty in der Bootshalle ihr erfolgreiches Ende.


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