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Der 62-jährige Diplomingenieur Frerichs begründete seine Kandidatur für das Ortsamt damit, dass er seit dem 1. Juni im Ruhestand ist und seine Energie jetzt gerne nutzen würde, um kommunalpolitisch das Beste für Strom herauszuholen. Die Wahlbeteiligung von 80 Prozent in Strom sei "sensationell" und zeige, dass die Bürger sich für ihre Politik vor Ort interessieren.
DSL-Status wie auf einer Hallig
Künftig zu lösende Probleme sah Frerichs in den Themen Güterverkehrszentrum, A 281, Entlastungsstraße nach Delmenhorst, B 212 und in der Sanierung der Stromer Landstraße. Frerichs wies auf die Schlaglöcher hin und sagte: "An der Stromer Landstraße brauchen wir einen ordentlichen Fahrradweg. Zurzeit holpert es dort sehr." Außerdem sei der DSL-Status in Strom "wie auf einer unbewohnten Hallig". An seinen bedrückt wirkenden Vorgänger Mester, der mit mehreren Blumensträußen für seine lange Amtszeit geehrt wurde, richtete Frerichs die Worte: "Ein Ortsamtsleiter ohne Netzwerk ist kein Ortsamtsleiter. Fred, ich brauche dich und freue mich, dass du im Beirat bist."
Das ehemalige Beiratsmitglied Christel Engelbart (SPD) kritisierte Frerichs: "Ein Manko in deiner Rede ist, dass du die Dorferweiterung nicht erwähnt hast." Die Zielzahl von 1000 Einwohnern sei für den Erhalt der Busverbindung und der Schule unabdinglich. Engelbart und die anderen SPD-Beiratsmitglieder der vergangenen Legislaturperiode, Heiner Grunewald sowie Thorsten Evers, erhielten zum Dank für ihre politische Arbeit Blumen.
Überraschend schlug die CDU mit der erst 33-jährigen Maren Omland ein neues Beiratsmitglied als Sprecherin vor. Omland, die seit zwölf Jahren in Strom wohnt, erklärte nach der Sitzung, dass dem ehemaligen stellvertretenden Beiratssprecher Wilken Köhler (CDU) die Arbeit als Beiratssprecher neben seinem Job als Landwirt zuviel geworden wäre. Ähnlich habe sich Cornelia Renken (CDU) geäußert, und Silke Stumper (CDU) wolle nicht noch stärker in den öffentlichen Fokus rücken. So sei die Wahl auf Omland gefallen, die schon Erfahrung in der Vorstandsarbeit für die CDU in der Neustadt habe, wo sie als Bäckermeisterin arbeite. In der Bäckerinnung habe sie zudem gelernt, vor vielen Menschen öffentlich "zu schnacken". Omland freut sich künftig auf "ein starkes Team" und ist wegen ihrer Unerfahrenheit als Beiratssprecherin für jede Unterstützung dankbar.
Die stellvertretende Beiratssprecherin Silke Ruge-Hemmelskamp (SPD) bot an, Strom auch weiterhin bei Veranstaltungen in der Bremer Innenstadt zu vertreten.
Dem Vorschlag von Fred Mester (SPD), auf Fachausschüsse zu verzichten, wurde einstimmig zugestimmt. Mester: "Die kann man ja jederzeit auch spontan einberufen."
Horst Imhoff (CDU) wurde einstimmig zum Seniorenvertreter gewählt.


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