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Eine leuchtend blaue Holzbank steht im Einkaufszentrum Berliner Freiheit. Bunt bemalt, mit maritimen Motiven, ist sie künstlerisch von acht Mädchen und Jungen der Grundschule Paul-Singer-Straße gestaltet worden. Im ersten Stock, ganz in der Nähe der Fahrstühle lädt das Kunstobjekt zum Bestaunen und Erholen ein. Drei Mädchen aus der Gruppe konnten bei der Einweihung der aufgestellten Bank im Einkaufszentrum Berliner Freiheit selbst mit dabei sein.
In einer Arbeitsgemeinschaft haben die Schülerinnen und Schüler ein halbes Jahr lang das Sitzmöbel entworfen und gefertigt. Das Projekt wurde mit Mitteln der Robert Bosch Stiftung aus dem Programm "Integration junger Migranten" gefördert. Betreut wird die Arbeitsgemeinschaft von einem Team von Spiellandschaft Stadt. Der Verein will eine kinder- und familienfreundliche Umwelt schaffen und dafür mehr Spielräume im öffentlichen Raum entwickeln.
Die Bänke sahen anfangs eher wie ein Bett aus und mussten erst noch mit einer Rückenlehne versehen werden. "Wir haben die damals am Kirchentag gekauft", erzählt Erika Brodbeck von Spiellandschaft Stadt, wie sie den Banktorso günstig erstanden haben. Die Mädchen und Jungen waren nicht nur an der Umarbeitung der Bänke beteiligt, sie entwarfen auch das Thema, mit dem das Möbel später gestaltet werden sollte. "Erst haben die Kinder kleine Zeichnungen gemacht", erklärt Erika Brodbeck. Viele Mädchen und Jungen schlugen ein maritimes Thema vor, so dass die Entscheidung für eine Meeres-Bank nicht schwierig war.
"Die Meeres-Bank war auch meine Idee", erzählt die zehnjährige Sara. Die Bank blau grundiert. Dann haben die Schülerinnen und Schüler eigene Schablonen für ihre Meeresmotive gefertigt, die sie aus Büchern oder von Bildern abgezeichnet und dann ausgeschnitten haben. "Ich hab die Krake gemalt", zeigt die neunjährige Jasmin. Möwen, Fische, Kraken, Seesterne oder Meeresmonster: das Leben auf der Meeres-Bank ist vielfältig. "Ich habe eine Seeblume gemalt", sagt die achtjährige Elvira und zeigt stolz auf die Seite der Bank.
Durch eine Kooperation mit dem Center Management des Einkaufszentrums Berliner Freiheit, steht die Meeres-Bank jetzt für einige Wochen im ersten Stock der Berliner Freiheit. "Die kommt dann dauerhaft auf den Spielplatz in der Philipp-Scheidemann-Straße", sagt Serpil Arabaci von Spiellandschaft Stadt. So habe ein ganzer Stadtteil etwas von der Arbeit der Kinder. "Ziel ist es, die Arbeit der Kinder im Stadtteil sichtbar zu machen", sagt Erika Brodbeck. Auch Elvira, Jasmin und Sara wohnen ganz in der Nähe des Spielplatzes Philipp-Scheidemann-Straße. Im Sommer können sie dann auf ihrer Meeresbank sitzen und spielen.


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