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Walle. Schwimmen unter freiem Himmel bei angenehmen 28 Grad Wassertemperatur: Das genossen Badegäste des Westbades in Walle bis Ende Oktober. Es ist das einzige städtische Bad mit beheiztem Außenbecken. Doch zum Leidwesen der Stammschwimmer wurde das Becken im Oktober aus Kostengründen geschlossen.
Im November machte sich daraufhin der Waller Beirat auf Antrag der SPD-Fraktion für eine baldige Sanierung des Bades stark. Vor diesem Hintergrund waren Dirk Schumaier, Geschäftsführer der Bremer Bäder Gesellschaft, und Günter Wiebel aus dem Sportressort in den Fachausschuss "Migration, Kultur und Sport" geladen, um über den aktuellen Sachstand zu informieren.
Zu früh für konkrete Zusage
Das öffentliche Interesse war groß. Rund ein Dutzend Westbad-Frühschwimmer waren gekommen, um ihrem Ärger Luft zu machen. "Das Außenbecken ist sehr attraktiv für uns", hieß es einstimmig aus ihren Reihen. "Jeden Morgen vermissen wir es, die Innenbecken sind morgens voll."
Doch leider war der Termin für das Gespräch offenbar etwas zu früh gewählt. Gerade läuft eine generelle Bestandsaufnahme der Bremer Bäder. Und erst im Februar stehen die Haushaltsberatungen im Senat an. "Es muss seitens der Politik entschieden werden, in welchem Umfang wir dort was verbessern können. Ich bitte noch um etwas Geduld, bis es zu konkreten Aussagen zum Außenbecken kommen kann", warb Behördensprecher Wiebel bei Ortspolitikern und Schwimmern um Verständnis.
"Das Westbad leidet, wie auch andere Bäder, unter einem Sanierungsstau", ergänzte Dirk Schumaier. "Es gab in den vergangenen Jahren nicht ausreichend Mittel", erklärte der Geschäftsführer der Bremer Bäder. 50000 bis 60000 Euro würden aktuell durch die Schließung des Beckens eingespart, sagte er. "Das ist nicht unerheblich vor dem Hintergrund des extrem schlechten Geschäftsjahres. Die Maßnahme ist aus wirtschaftlicher Sicht absolut gerechtfertigt." Dennoch versicherte Schumaier immerhin, dass das Außenbecken wieder aufgemacht wird. "Wir haben uns als Termin April 2012 vorgenommen", kündigte er an. Aktuell prüfe die swb, ob und wie beim benachbarten Paradice ein höheres Abwärmeniveau erreicht werden könne. Die Abwärme der Eisanlage nebenan reiche nicht aus, um das Außenbecken des Westbades aufheizen.
"Am 1. Mai machen die Freibäder auf, da ist April nicht ausreichend", warfen die Zuhörer ein. Sie wunderten sich auch über die im Vergleich zum Umland höheren Eintrittspreise und wieso das Außenbecken nicht fachgerecht abgedeckt werde, um Temperaturverluste zu verringern.
"Wir in Walle wollen das Westbad - und zwar mit Außenbecken", unterstrich CDU-Beiratsvertreter Peter Warnecke. Für ihn steht fest: "Das Bad würde sich nie alleine tragen können." Deshalb seien jetzt die Politik und öffentliche Gelder gefragt. "Wir bemühen uns, das Außenbecken so früh wie möglich zu öffnen. Ich nehme von hier mit: Es gibt ein großes Interesse, es so schnell wie möglich wieder nutzen zu können", verabschiedete sich Schumaier.


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