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Umgesetzt werden kann davon aber wohl nur ein Bruchteil. Denn von den vor zehn Jahren für dieses Gebiet eingeworbenen Mitteln - mehr als zwei Millionen Euro - sind jetzt nur noch 400000 Euro im Topf, wie Stadtplanerin Jutta Formella von der Baubehörde dem Bauausschuss mitteilte. "Das Geld wurde zweckgebunden beantragt und floss dann in andere Maßnahmen. Das ist nicht in Ordnung", kritisiert Dietmar Kjesa. Er wohnt in der Osterfeuerbergstraße und brachte bei der jüngsten Sitzung einen Bürgerantrag ein, in dem umfangreiche Maßnahmen zur Verbesserung vor Ort aufgelistet werden.
Bauausschusssprecher Wolfgang Golinsiki (SPD) kann Dietmar Kjesas Entrüstung nachvollziehen. "Aber der Wartburgplatz und der Waller Bahnhof sind teurer geworden als geplant", argumentierte er und lieferte den Grund dafür, dass nun nur noch etwa ein Fünftel der ursprünglich vorgesehenen Mittel bereit stehen.
Stadtplanerin Formella rät angesichts dieser Situation zu unterschiedlichen kleineren Maßnahmen: 275000 Euro würde zum Beispiel die Aufwertung der Bahnunterführung Osterfeuerbergstraße kosten, wodurch auch der Schulweg vieler Kinder aus dem Quartier sicherer würde. An der Ecke Osterfeuerbergstraße/Gustavstraße könnte für 195000 Euro nach Schätzung des Amtes für Straßen und Verkehr ein Platz mit Aufpflasterung, geordneten Parkplätzen und besserer Beleuchtung geschaffen werden. Das würde die Osterfeuerbergstraße optisch aufwerten und gleichzeitig für eine Verkehrsberuhigung in dem aktuell von Schleichverkehren geplagten Quartier sorgen.
Flössen zusätzliche Mittel aus einem anderen Programm, wäre nach Formellas Überlegungen auch denkbar, sich für schätzungsweise 640000 Euro die Osterfeuerbergstraße insgesamt vorzunehmen und dort die Parkplätze schräg anzuordnen und eine lärmdämpfende Elefantenhaut auf den Straßenbelag zu bringen. Aktuell ist jedoch nicht mit neuen Geldern zu rechnen.
Eine Anwohnerin plädierte auf der Sitzung für eine Verkehrsberuhigung der Dietrichstraße, die oft als Schleichweg benutzt werde. "Davor muss man aber sagen, wo dann die Autos parken sollen", hieß es dazu. Denkbar wäre laut Wolfgang Bulling, der sich beim Amt für Soziale Dienste um die Spielplätze vor Ort kümmert, auch die Einrichtung einer temporären Spielstraße mit Mitteln seines Hauses.
Jetzt sind die Bürger gefragt: Sie können noch bis Dienstag, 31. Januar, im Ortsamt West, Waller Heerstraße 99, Anregungen und Wünsche zur Aufwertung des Quartiers einreichen. Die für Walle verantwortliche Sachgebietsleiterin Petra Müller ist auch per E-Mail an petra.mueller@oawest.bremen.de zu erreichen.


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