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Die Zahlen sprechen für sich: Vor der neuen Regelung wies die Statistik jedes Halbjahr rund 50 Unfälle im Bereich zwischen Volkshaus und Hansestraße aus. In den vergangenen sechs Monaten nur noch 30-mal - und zwar zwischen Volkshaus und Bürgermeister-Hildebrandt-Straße. "Die Unfallhäufigkeit hat abgenommen und die Schadensschwere ist besser geworden", berichtete Lanz. "Wir sind der Meinung, dass die Maßnahme trotz der Verlagerung der Unfälle beibehalten werden sollte."
Eine Verlängerung der Probephase um weitere sechs Monate soll jetzt zeigen, ob sich die Situation dauerhaft positiv entwickelt oder ob sich die Autofahrer an die neue Regelung gewöhnen und womöglich wieder forscher fahren.
Die Ortspolitiker, die im Vorfeld der neuen Markierung eine bloße Verlagerung der Unfälle erwartet hatten, sind mit dem Vorschlag einverstanden. "Die Ergebnisse zeigen eindeutig, dass es richtig war", so Ausschusssprecher Wolfgang Golinski (SPD). Er beobachte allerdings häufig, dass von der Doventorscontrescarpe kommende Autos zu Beginn der Schraffierung weiterhin rechts führen.
"Das Sinnvollste wäre eine bauliche Maßnahme", merkte dazu Rolf Surhoff (CDU) an. Doch das scheint eher unwahrscheinlich angesichts Bremens knapper Kassen. Surhoff sieht außerdem die Rechtsabbieger in die Straße Auf dem Kamp als häufige Ursache für die Auffahrunfälle an dieser Stelle. Diese Vermutung will Gerd Horbat von der Polizei Bremen überprüfen. Auch die Verkehrssituation an der Ecke Kohlenstraße/Juiststraße/Borkumstraße/Hemmstraße beschäftigte den Fachausschuss: Obwohl die Unfallstatistik dort kaum Zwischenfälle registriert, sieht Jens Maier, der für die Grünen als Sachkundiger Bürger im Beirat sitzt, ein hohes Risiko für Radfahrer, die nur sehr schwer kreuzen können. "Ich kann dort ein subjektives Unsicherheitsgefühl bestätigen", bestätigt auch Kontaktpolizistin Sandra Pinkawa. Sie ist hier selbst häufig mit dem Rad unterwegs. Maier schlägt zur Entschärfung zum Beispiel eine Hochpflasterung oder einen Zebrastreifen vor. Die Waller Ortspolitiker wollen
diese Anregungen nun dem ASV zur Prüfung vorlegen.


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