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Im Herbst ist das Buch "Jangi" im Dix-Verlag erschienen. Es ist bereits das zweite Kinderbuch der Autorin, die sich sonst mit Lyrik und Kurzprosa für Erwachsene beschäftigt. "Für Kinder müssen die Geschichten griffiger sein und zum Mitmachen", sagt Kleinert.
Inspiration für ihre Bücher holt sie sich bei der Arbeit. Die Autorin ist hauptberuflich Sozialpädagogin. Eines der Kinder, die sie betreut, war ein wenig anders als die anderen, "das fiel etwas aus der Rolle". Mit dem Buch will Kleinert nun zeigen, "dass mit dem Menschen so umgegangen werden sollte, wie es zu ihm passt und man sollte nicht den Menschen passend machen." Denn "Jangi" stiftet ordentlich Chaos in seiner neuen Schule. "Der Elefant ist zum Beispiel sehr tollpatschig und die Kinder können sich dann gut damit identifizieren", sagt Kleinert. Zumindest lauschen die Zuhörer aufmerksam, was Amelia da vorliest. Die Schwestern Wiktoria und Noelle aus Osterholz sitzen im Publikum. "Ich bin schon gespannt, wie es weitergeht", sagt die neunjährige Wiktoria.
Vor ihrem Auftritt war Amelia sehr nervös. Nun ist sie umso glücklicher, alles erfolgreich überstanden zu haben. Die zwölfjährige Schülerin aus Woltmershausen ist im Leseclub der Oberschule Roter Sand und liebt das Lesen. "Das ist ein sehr schönes Kinderbuch. Ich habe das meiner kleinen Schwester vorgelesen, und ihr hat das gut gefallen", sagt Amelia.
Ulrike Kleinert ist froh über die gemeinsame Lesung: "Das war ihr erster öffentlicher Auftritt, und das hat sie gut gemacht. Zu dem Charakter der Veranstaltung passt, dass Amelia gelesen hat. Schließlich geht es um Kultur im Stadtteil." Und davon gibt es in Pusdorf jede Menge. Julia Warneke vom Theater "Stella Figura" erzählt die Geschichte der Meerjungfrau Molly, und Amakoe D'Almeida sorgt für eine mitreißende Trommelsession.
Außerdem stellen sich beim Tag der offenen Tür unter dem Motto "Kulturhaus Pusdorf lockt" die Kurse der Einrichtung vor. Mit dabei der Mal- und Zeichenkursus für Jugendliche und Erwachsene. Die Freundinnen Beverly und Idjato aus Woltmershausen probieren die unterschiedlichen Maltechniken aus.
"Ich finde es schön, dass man hier mit Farben experimentieren kann", sagt die elfjährige Beverly. Kursleiterin Michaela Wegmann erklärt geduldig, wie die Palme, die Idjato gerade malt, noch besser in das Gesamtbild passen könnte. Auf das fertige Werk sind dann Lehrerin und Schülerin gleichermaßen stolz.
Kulturhausmitarbeiterin Ulrike Groß ist zufrieden mit der Veranstaltung: "Gerade vorhin hat eine Frau erzählt, dass sie das hier ganz toll findet und hat gleich ein Programm eingepackt."


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