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Während einer gemeinsamen Sitzung der Beiratsausschüsse Bildung und Soziales stieß diese Nachricht auf Irritationen. Zuvor hatte der Beirat in einem Beschluss die Bildungsbehörde aufgefordert, zu prüfen, ob Ganztagsschulen im Stadtteil möglich seien. "Schließlich sind wir hier, was das angeht, noch ein weißer Fleck auf der Landkarte", so Beiratssprecherin Edith Wangenheim (SPD).
"Unser Ressort hat von Anfang an signalisiert, dass wir im kommenden Schuljahr ausschließlich diejenigen Einrichtungen in unsere Planungen mit einbeziehen, die uns eindeutig mitteilen, dass sie auch wollen", sagte Helmut Kehlenbeck von der Schulaufsicht. Sowohl die Grundschule Rablinghausen als auch die Schule an der Rechtenflether Straße hätten keine entsprechenden Signale gegeben.
"Wir haben deutlich gemacht, dass wir keine gebundene, sondern eine offene Ganztagsschule werden möchten und das auch erst 2013", erklärte die Leiterin der Grundschule Rablinghausen, Ulrike Weiß. Die Zeit seit Dezember 2011 sei zu kurz gewesen, um gemeinsam mit dem Lehrerkollegium ein ausgereiftes Konzept zu entwickeln. Ein Vater, der seine Kinder an der Rechtenflether Straße zur Schule schickt, berichtete, dass zum jetzigen Zeitpunkt auch an der dortigen Einrichtung ein Ausbau des Angebotes "undenkbar" sei. Die langfristige Erkrankung der Schulleiterin führe ohnehin bereits zu einer schwierigen Situation vor Ort, die sich frühestens Anfang Februar mit einer neuen Schulleitung bessern könne. "Außerdem wollen wir Eltern Konzepte und keine kurzfristige Wundertüte", unterstütze er die Argumentation von Ulrike Weiß.
"Jede Verzögerung der Ganztagsschulen ist für Eltern und Kinder eine unglückliche Situation", bedauerte Edith Wangenheim die verpasste Chance für 2012. Das "Lücke-Projekt" im Stadtteil habe bewiesen, dass in Woltmershausen der Bedarf an Ganztagsbetreuung höher als das Angebot sei. Auch der Leiter des Sozialzentrums Süd, Peter Wührmann, äußerte Bedenken: "Wir dürfen nicht vergessen, dass es perspektivisch keine Doppelversorgung mit Horten und Ganztagsschulen geben wird." Der Ausbau der Schulen werde aus finanziellen Gründen bedeuten, dass weniger Hortangebote zur Verfügung stünden.
Beiratsmitglied Thomas Plönnings (CDU) forderte daher eine Zusage des Ressorts, dass die Grundschule Rablinghausen 2013 auch tatsächlich in das Ausbauprogramm aufgenommen wird. "Eine Zusage kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht geben", bedauerte Helmut Kehlenbeck. Dies schürte eine Befürchtung des Christdemokraten, die er gleich zu Beginn äußerte: "Ich bin überzeugt, in einem Jahr sitzen wir wieder hier und nichts ist passiert."



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