Fleischlos Essen für das Klima

 - 05.02.2010

Erfahrungen an Bremens erstem Veggiday

Bremen. Die Bürgerstiftung Bremen hat die Aktion „Veggiday“ ins Leben gerufen: Jeden Donnerstag sollen die Bremer zugunsten des Klimas auf Fleisch verzichten. Wir haben am Donnerstag den Test gemacht: Wie gut ist das vegetarische Angebot an Bremens erstem Veggiday?
Sebastian Schneider aus der Pressebar mit einer Sellerie-Morchel-Suppe.
Sebastian Schneider aus der Pressebar mit einer Sellerie-Morchel-Suppe.

Der Donnerstag soll in Bremen fleischfrei sein – so will es auf jeden Fall eine Initiative, die von der Bürgerstiftung angeführt wird. Wir haben den Test gemacht: Wie einfach und wie gut ist es am Donnerstag, in Bremen vegetarisch zu essen? Acht Stichproben.

„Plat du Jour“ ohne Fleisch

In der Pressebar Cuisine an der Langenstraße war am Donnerstag zum ersten Mal ganz offiziell Veggiday: Zwar gab es auf der Mittagskarte auch Klassiker wie den Bio-Burger, Rib-Eye-Steak oder Entenbrust – aber das Menü, die „Plat du Jour“, war rein vegetarisch: vorweg eine ungewöhnliche Apfel-Meerrettich-Maronen-Suppe, danach ein Gemüsecurry mit Zitronengras und Basmatireis. Beides Beweis genug dafür, dass vegetarische Küche erstens nicht langweilig und zweitens auf keinen Fall fad sein muss. Im Gegenteil: Vor- und Hauptgericht waren sogar ziemlich scharf – und konnten auch einzeln bestellt werden. Als Dessert gab es Rosmarin-Panna-Cotta mit Erdbeer-Pflaumensauce. Alles zusammen kostete das erste Veggiday-Menü 14,50 Euro – und machte richtig satt. Das nächste Mal lasse ich das Dessert weg . . . Auch sonst wurde in der Pressebar viel fleischlose Küche angeboten und verkauft: Auf der Speisekarte standen ein Süßkartoffel-Eintopf mit „viel Gemüse“ und Petersilie, mit Artischocken gefüllte Pasta, Rucola, Kirschtomaten und Thymianschaum – und wer wollte, konnte die Penne mit Borlotti-Bohnen, Rucola und Tomatensauce auch ohne die Salsiccia, die etwas schärferen italienischen Würstchen, haben. Überhaupt sind die Köche auf besondere Wünsche von Vegetariern eingestellt. Meine besondere Empfehlung: das Grünkohl-Risotto. (Hai)

Veganes Curry-Huhn mit Gemüse

Als Abkömmling einer Metzger-Dynastie ist mir das Vegetariertum nicht in die Wiege gelegt worden. Ganz anders sieht das in vielen buddhistisch geprägten Ländern aus. Dort gilt die fleischlose Küche als wahre Wissenschaft, deren Ziel es ist, dem Esser seinen Verzicht aufs Tier vergessen zu lassen. Das minimalistisch eingerichtete Restaurant Vegefarm in der Hamburger Straße hat sich auf diese Form der Speisenzubereitung spezialisiert. Der erste Blick in die Karte verwirrt: Schwein, Rind, Huhn und selbst Heilbutt werden angeboten. „Alles pflanzlich nachgeahmt“, klärt der nette Kellner auf. Von der Mittagskarte wähle ich veganes Curry-Huhn mit Gemüse und Reis für 7,50 Euro. Dazu gibt’s grünen Tee aus einer urigen Steingutkanne. Binnen Minuten ist das Essen auf dem Tisch. Optisch und am Duft lässt es sich nicht von einem echten Hühner-Curry unterscheiden. Das Gemüse ist ideal gebraten, die Soße kommt angenehm würzig daher. Allein, das künstliche Hühnchen erinnert nicht so recht ans Original. Lecker war’s trotzdem. (MZ)

Falafel und Tortilla-Ecken

Als passionierter Burger-Fan (Bacon-Cheese muss sein!) bin ich beim Veggiday Zielgruppe par excellence. Das Theatro am Goetheplatz ist an diesem Tag jedoch nicht sehr vegetarisch ausgerichtet. Zwei Tagesgerichte stehen auf der Tafel: Medaillons vom Schweinefilet in Chilisauce geht nicht, gebratene Geflügelleber in Estragonbutter geht auch nicht. Doch in der Abteilung Pizza, Pasta und Tapas werden auch Freunde fleischloser Ernährung fündig. Ich nehme die Falafel und die Tortillas aus der Tapas-Liste. Zusammen mit zwei Dips (eine Knobi-Sauce und eine feurige Chili-Variante) und einigen wenigen Brotscheiben kostet das 6,70 Euro. Die Mahlzeit, auf die man sich damit einlässt, ist naturgegeben überschaubar und schmucklos. Sie lässt sich aber für weitere 3 bis 3,50 Euro ausbauen, zum Beispiel mit überbackenen Champignons. Die Falafel (frittierte Kichererbsenbällchen) waren korrekt und außen knusprig, die Tortilla-Ecken vielleicht ein wenig lasch und gerade eben noch warm. Kein Volltreffer. (MBR)




Finden Sie Artikel aus Bremen

  • Vahr
  • Alte Neustadt
  • Überseestadt
  • Findorff-Bürgerweide
  • Ohlenhof
  • Peterswerder
  • Huchting
  • Blockdiek
  • Grolland
  • Neustadt
  • Hohentor
  • Hohweg
  • Neuenland
  • Mahndorf
  • Weidedamm
  • Seehausen
  • Neue Vahr Südwest
  • Östliche-Vorstadt
  • Mitte
  • Hastedt
  • Sebaldsbrück
  • Steffensweg
  • Arsten
  • Ellenerbrok-Schevemoor
  • Neustädter Hafen
  • Bremen
  • Ostertor
  • Schwachhausen
  • Blockland
  • Arbergen
  • Gröpelingen
  • Horn-Lehe
  • Strom
  • Utbremen
  • Radio Bremen
  • Mittelshuchting
  • Rablinghausen
  • Fesenfed
  • Kattenturm
  • Neu-Schwachhausen
  • Gete
  • Industriehäfen
  • Borgfeld
  • Lindenhof
  • Hemelingen
  • Buntentor
  • Hohentorshafen
  • Oberneuland
  • Sodenmatt
  • Häfen
  • Osterfeuerberg
  • Findorff
  • Pusdorf
  • Osterholz (Stadtteil)
  • Altstadt
  • Steintor
  • Gartenstadt Süd
  • Riensberg
  • Ellener Feld
  • Lehe
  • Bahnhofsvorstadt
  • Obervieland
  • Huckelriede
  • In den Hufen
  • Horn
  • Lehesterdeich
  • Kirchhuchting
  • Gartenstadt Vahr
  • Oslebshausen
  • Regensburger Straße
  • Woltmershausen
  • Habenhausen
  • Neue Vahr Nord
  • Bürgerpark
  • Hulsberg
  • Hafen
  • Kattenesch
  • Neue Vahr Südost
  • Südervorstadt
  • Westend
  • Walle
  • Barkhof
  • Tenever
  • Östliche Vorstadt
  • In den Wischen

Wetter - Freitag, 12. März

Temperatur:
6°C / 2°C
Vormittag: Nachmittag:
85%   Regenwahrscheinlichkeit:

Das ist Kultur in Bremen

Wir präsentieren zusammen mit der Schwankhalle Bremens Kulturköpfe. In unserer aktuellen Folge hören Sie Hellena Harttung, Projektleiterin im Blaumeier-Atelier. mehr...

WESER-KURIER Kundenservice

Straßenschäden nach hartem Winter

Viele Bremer Straßen haben nach den frostigen Temperaturen der vergangenen Wochen Löcher. Soll Bremen zusätzliches Geld für eine zügige Sanierung bereitstellen?

(492 Stimmen)
Auf jeden Fall - man kommt sonst nicht mehr sicher durch die Stadt.
(74 Stimmen)
Das Geld sollte besser in die Sanierung von Schulen gesteckt werden.
(48 Stimmen)
Die Diskussion ist unnötig, so kaputt sind die Straßen nicht.

Das Neueste von Werder

Alle Spiele, alle Tore, alle Infos. mehr »

Haider Zwei.Null

Was den Chefredakteur bewegt. Hier bloggt Lars Haider Gesprächsthemen aus Bremen und Umgebung. mehr »

Unsere Leser...

...schreiben im Forum
...kommentieren Artikel
Werders Dauer-Baustelle: hinten links
ahrensw am 12.03.2010
Guten Morgen allerseits! "Stolz hatte Werder auf der vereinseigenen Internetseite vermeldet,…
Gericht hebt Lkw-Fahrverbot auf - Stadt legt Beschwerde…
Robox am 12.03.2010
Und im Gegenzug "bedankt" sich Stuhr/Brinkum mit der "erweiterten" Startbahn und der Aufhebung…

Serie: Bremer Theater-Profis

Wer werkelt eigentlich am Theater, bis ein neues Stück in voller Pracht aufgeführt wird? In unserer Serie Bremer Theater-Profis schauen wir Bühnentechnikern, Malern, Kostümbildnern, Souffleuren und ihren Kollegen über die Schulter. Ein Klick durch unsere Fotostrecken und Videos gewährt Ihnen einen Eindruck in einen Arbeitsalltag, von dem der Zuschauer sonst wenig mitbekommt.

Teil 1: Dramaturg des Stücks "La dolce vita

Teil 2: Die Bühnenbild-Werkstätten

Teil 3: Maskenbildner-Werkstatt am Goetheplatz

Teil 4: Der Kostümfundus

Teil 5: Opern- und Schauspielregie

Stadtplan

Veranstaltungen

Suche nach Einträgen

Tickets

Karten für Theater, Konzerte und andere Veranstaltungen gibt es in unserem Ticketshop. mehr »

Zeitung in der Schule

Zum neunten Mal beteiligt der WESER-KURIER sich dieses Jahr an dem Projekt "Zeitung in der Schule". Ziel ist es, Kinder und Jugendliche zu regelmäßiger Lektüre der Tageszeitung anzuregen. Hier geht's zu unserer Spezialseite.