Schwimmhallen blieben am Dienstagvormittag geschlossen

 - 16.03.2010

100 Mitarbeiter der Bremer Bäder im Warnstreik

Von Elke Gundel und Birgit Bruns
Bremen. Wer heute Vormittag baden gehen wollte, stand meistens vor verschlossener Tür: Die Mitarbeiter der Bremer Bäder waren im Warnstreik, zum ersten Mal in der Geschichte der Bremer Bäder. Etwa zwei Drittel der Beschäftigten machten laut Gewerkschaft mit.
Den Weg durch das Winterwetter ins Schwimmbad überwunden, wird man mit angenehm temperiertem Whirlpool- oder Schwimmbad-Wasser belohnt - Spaß garantiert.
Der Schwimmspaß könnte am Dienstag in den Bremer Bädern getrübt sein. Viele haben am Vormittag wegen eines Warnstreiks geschlossen.

Etwa 100 von insgesamt 150 Beschäftigten folgten der Aufforderung der Gewerkschaft, in den Warnstreik zu treten, berichtet Streikleiter Matthias Hoffmann von ver.di. Sie bezogen Streikposten vor den Schwimmbädern.

Die Bremer Bädergesellschaft betreibt unter anderem das Freizeitbad Vegesack, das Südbad, das Hallenbad Huchting, das Schlosspark-Bad, das Westbad in Walle, das Ote-Bad in Tenever, das Sportbad an der Uni und das Vitalbad in der Vahr. Betroffen vom Streik waren laut ver.di außerdem der Kursbetrieb in Goosebad, im Bad in der Sportwelt (Woltmershausen), im Aquafit (Klinikum Mitte) und im Wörpebad. Nur das Südbad hatte geöffnet, hier gab es einen Notbetrieb.

Die Badegäste hätten mit Verständnis auf den Ausstand reagiert, berichtet Hoffmann weiter. "Die Stimmung war super", berichtet Hoffmann. Die Gewerkschaft fordert nach eigenen Angaben monatlich 100 Euro brutto mehr Lohn für die Beschäftigten. Die Arbeitgeber hätten dagegen eine Minusrunde angeboten: Die Gehälter sollen demnach zwar 2010 einmalig um 100 Euro steigen und 2011 linear um 1,2 Prozent. Dafür solle aber die Arbeitszeit ab Juli um eine halbe Stunde auf 39 Stunden in der Woche steigen. Nun hofft die Gewerkschaft, durch den Warnstreik den Druck auf die Verhandlungsrunde am Mittwoch erhöht zu haben.



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