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Ein eigener Beirat, so das Schreiben der Senatorin weiter, solle die Schule vor allem in der Außendarstellung unterstützen. Norbert Rüppell, Rektor der benachbarten Gesamtschule am Leibnizplatz, die bei Eltern sehr stark nachgefragt ist, solle dem Beirat vorsitzen. Eltern der umliegenden Grundschulen sowie von der Wilhelm-Kaisen-Schule seien einbezogen, die Gründungsversammlung ist für Donnerstag vorgesehen. Die ersten Reaktionen unter Eltern der Wilhelm-Kaisen-Schule sind positiv.
'Nach letzten Informationen scheint die Bildungsbehörde auf De-Eskalationskurs zu gehen.' So beurteilt Jost Beilken derzeit die Lage. Beilken ist Bürgerschaftsabgeordneter und Bildungspolitiker für 'Die Linken'. Er fügte hinzu: 'Schulen in sozialen Brennpunkten können ihre Aufgaben nur lösen, wenn sie tatkräftig unterstützt werden.' Nötig seien dabei kleinere Klassen, mehr Lehrer und Sozialpädagogen.
Beilkens indirekte Kritik an der Ausstattung der Wilhelm-Kaisen-Schule wird flankiert von einer Debatte um den sogenannten 'Sozialindikator', der in diesen Fragen zu Grunde gelegt wird. Er hat Einfluss auf die Klassengröße. Kritiker wenden ein, dass er für die Wilhelm-Kaisen-Schule zu positiv berechnet sei, weil nicht nur das schwierige soziale Einzugsgebiet der Schule eingerechnet werde, sondern auch benachbarte bürgerliche Stadtteile, deren Kinder aber die Wilhelm-Kaisen-Schule seltener besuchten. Das verfälsche die Werte und benachteilige die Schule hinsichtlich ihrer Ausstattung.
Den Sozialindikator hat das Sozialressort als Steuerungsinstrument in der Jugendpolitik eingeführt, allerdings nicht im Hinblick auf Schulbildung. Auch die Einzugsgebiete der Schulen sind darin nicht berücksichtigt. Gleichwohl legt das Bildungsressort sie für die Ausstattung der Schulen zu Grunde. Noch nicht durchgesetzt haben sich Verbesserungsvorschläge von Experten, wonach jeder Schüler seinen eigenen Sozialindikator in die jeweilige Schule 'mitbringt'. Die Ausstattung der Schulen könnte sich so nach den tatsächlich vorhandenen Schülern richten, und weniger nach dem sozialen Umfeld der Schule.



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