Bauvorhaben kostet 400.000 Euro

 - 03.09.2010

Der Stern wird ab Montag umgebaut

Von Arno Schupp
Bremen. Es geht los: Ab Montag wird der Stern saniert. Bis zum Monatsende müssen Autofahrer und Anwohner rings um den Verkehrsknotenpunkt mit Behinderungen rechnen. Die heiße Bauphase mit Straßensperrungen beginnt jedoch erst am 16. September. Die in vier Schritten geplante Sanierung des Sterns ist notwendig, da mehr als 25.000 Autos und Tausende Radfahrer täglich ihre Spuren im Pflaster hinterlassen haben. Doch der Stern ist nicht nur in die Jahre gekommen, er soll mit einer zwei Meter breiten Pufferzone, die Radweg und neue Asphaltfahrbahn künftig trennen wird, auch sicherer werden.
Die gefährlichsten Verkehrsknotenpunkte in Bremen:
Umstrittener Verkehrsknotenpunkt: Der Stern.

Die Zeit drängt, denn das Amt für Straßen und Verkehr (ASV) ist mit der Sanierung des Knotenpunktes leicht in Verzug - wenn auch unverschuldet. Die Straßenbehörde habe den Fortschritt auf anderen Baustellen abwarten müssen, etwa beim Concordia-Tunnel, damit es im Innenstadtbereich nicht zum Verkehrschaos komme, hieß es gestern.

Der Stern wird neu gestaltet - wird das die Verkehrslage entspannen?

22% (151 Stimmen)
Ja, die Pufferzone sorgt für mehr Sicherheit
69% (476 Stimmen)
Nein, das endet nur wieder im Chaos
9% (60 Stimmen)
Ist mir egal, ich fahre da nicht lang

Und noch etwas erschwert den Strategen des ASV die Umsetzung des 400.000 Euro teuren Projekts: Es gibt einen unumstößlichen Termin, bis zu dem der Stern wieder komplett befahrbar sein muss. Es ist der 3. Oktober, an dem die Stadt die zentrale Einheitsfeier ausrichtet. Nicht auszudenken, wenn an einem solchen Termin eines der Einfallstore in die Stadt verschlossen sein sollte. 'Und danach kommt schon der Freimarkt', sagt ASV-Sprecher Martin Stellmann. Sollte das Wetter dem ASV also einen Strich durch die Rechnung machen, 'würden wir mit dieser Baustelle in die Winterpause gehen und im nächsten Frühjahr weitermachen'. Doch Stellmann ist zuversichtlich, das Wetter wird schon mitspielen. Hauptsache, es gibt nicht all zu viel Regen. Und wenn, dann nur im ersten der insgesamt vier Bauabschnitte.

Bis zum 16. September

Bis zum 16. September wird zunächst der so genannte Rinnenbereich rund um die Mittelinsel saniert. Dabei wird die Fahrbahn nur verengt, die Einmündungen und Ausfahrten bleiben in jede Richtung offen. Deutlich gravierender wird der zweite Bauabschnitt: die Sanierung des Südteils, 'unseres Sorgenkindes', wie Stellmann sagt. Dieser südliche Teil des Sterns ist der Bereich Wachmannstraße, Hollerallee (Richtung Schwachhauser Heerstraße) und Hermann-Böse-Straße - oder einfach gesagt: der Abschnitt zwischen den Straßenbahnschienen und der Tankstelle.

Vom 16. bis zum 20. September

Laut wird es dort vor allem am Donnerstag, 16. September, wenn ab 19 Uhr im Südbereich mit schwerem Gerät das Pflaster aufgebrochen und anschließend abtransportiert wird. Vermutlich werden diese Arbeiten bis zwei Uhr nachts dauern. Am nächsten Tag bis zum 20. September soll es mit leiseren Arbeitsschritten weitergehen, verspricht Bauleiter Marcus Grell. Nach der Verdichtung des Bodens wird die neue Asphalt-Fahrbahn Schicht für Schicht aufgetragen, wobei einzelne Materialien nicht nur Trockenheit brauchen, um fest zu werden, sondern auch Zeit. 'Wenn man also mal keine Bauarbeiter am Stern sieht, hat das auch einen Grund', erklärt Stellmann.

Während dieses zweiten Bauabschnitts können Autofahrer am Stern von der Parkallee (aus Richtung Universität) sowie der von der Wachmannstraße in die Hollerallee in Richtung Findorffstraße abbiegen. Von der Parkallee (aus Richtung Universität) und der Wachmannstraße können sie in die Hermann-Böse-Straße fahren, die auch von der Hollerallee (aus Richtung Findorffstraße) erreichbar ist.

Vom 23. bis zum 27. September

Im dritten Bauabschnitt ist die Nordseite dran, also der Bereich von den Straßenbahnschienen in Richtung Findorff. Betroffen sind die Straßen Parkallee und Hollerallee (in Richtung Findorffstraße). Im Zuge dieser Arbeiten wird die Rechtsabbieger-Spur verschwinden, die ein direktes Einbiegen von der Hollerallee in die Hermann-Böse-Straße ermöglicht. 'Diese Abbiege-Spur war einer der Unfallschwerpunkte am Stern', erklärt Stellmann den Schritt. Wer künftig aus Findorff in die Hermann-Böse-Straße abbiegen will, muss eine Runde durch den kompletten Kreisel drehen.

Während dieses dritten Bauabschnitts können Autofahrer von der Parkallee aus Richtung Universität nur noch nach rechts in die Hollerallee in Richtung Findorff abbiegen. Von der Hollerallee aus Richtung Schwachhauser Heerstraße geht es nur noch nach rechts in die Wachmannstraße, und von der Parkallee aus Richtung An der Weide kann nur noch in die Hollerallee (Richtung Schwachhausen) oder in die Wachmannstraße gefahren werden.

Vom 27. bis zum 30. September

Im vierten und letzten Bauabschnitt wird der Rechtsabbiegespur von der Parkallee in die Hollerallee in Richtung Findorffstraße saniert. Die Hollerallee kann in Richtung Findorffstraße nicht befahren werden.

Das ASV wird entsprechend der einzelnen Bauphasen Umleitungen ausweisen und die Anwohner über die Situation am Stern informieren.






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