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Die endgültige Entscheidung über einen Neubau der International School of Bremen entlang des Hochschulrings soll in diesen Tagen fallen, womöglich bereits heute. Die Resonanz auf diese Schule, die mit ihrer internationalen Ausrichtung heute nahe Schwachhauser Ring zu Hause ist, ist offenbar groß - die Tendenz zeigt weiter nach oben.
'Wir platzen aus allen Nähten,' beschreibt Geschäftsführer Becker-Sonnenschein die aktuelle Lage an der Thomas-Mann-Straße. Derzeit würden dort 355 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. An der Badgasteiner Straße wäre dann Platz für rund 600.
Die Globalisierung mit internationalem Austausch unter anderem in der Unternehmenswelt spiegelt sich offenbar auch in der Entwicklung der Schule wider, in der Englisch die Unterrichtssprache ist. In den Klassen an der Thomas-Mann-Straße sitzen beispielsweise Kinder von Managern, die aus den USA nach Bremen wechseln.
Die Schule spielt damit unter anderem eine wichtige Rolle bei Standortentscheidungen von Firmen. Und auch der Nachwuchs von Fußballprofis ausländischer Herkunft ist dem Vernehmen nach immer wieder einmal dabei. Schul-Geschäftsführer Stephan Becker-Sonnenschein erklärt, dass der Anteil ausländischer Kinder derzeit gut 65 Prozent betrage.
Auch die Wirtschaftsbehörde verfolgt die Entwicklung und die Planungen und weiß um die Bedeutung der International School of Bremen für die hansestädtische Standortpolitik. Der geplante Neubau werde von der Wirtschaftsförderung Bremen 'intensiv begleitet', die Wirkung dieser Bildungseinrichtung für die Hansestadt 'positiv eingeschätzt', betonte Ressortsprecher Holger Bruns.
Uni und Technologiepark in der Nachbarschaft
Ein Platz im Technologiepark in der Nachbarschaft der Universität sei sehr gut geeignet, der geplante Umzug mit Vergrößerung des Angebots 'steht dem internationalen Wirtschaftsstandort gut und wertet ihn auf', fügte der Sprecher der Wirtschaftsbehörde hinzu. Die Verwaltung wiederum wird von den Verantwortlichen der Schule gut benotet. 'Die Behörden sind sehr kooperativ', bilanzierte gestern Geschäftsführer Stephan Becker-Sonnenschein.
Ressortsprecher Holger Bruns verweist auch darauf, dass der große Zuspruch, auf den die Schule in der Hansestadt stoße, unverkennbar sei. Es gebe lange Wartelisten. Die Lehrpläne seien auf internationalem Niveau abgestimmt, der Abschluss Abitur beispielsweise in den USA anerkannt.
Eine Schule ist drauf und dran, sich geografisch auf den Weg in Richtung Universität zu machen: Die International School of Bremen (ISB) plant einen Umzug vom angestammten Standort an der Thomas-Mann-Straße in einen größeren Neubau an der Badgasteiner Straße in der Nachbarschaft von Fallturm und Sportstätten der Uni. Der Wunschtermin für diesen Ortswechsel, so erklärte am Mittwoch Geschäftsführer Stephan Becker-Sonnenschein, sei der Schuljahresbeginn 2011. Mit dem Bezug des Neubaus könne die Zahl der Schülerinnen und Schüler deutlich erhöht werden.
Der Fallturm gleich gegenüber am Hochschulring, dazu gleich in der Nachbarschaft des Schulgeländes in spe die markante Halle für Rhythmische Sportgymnastik und auch ein Gebäude der Ingenieurwissenschaft an der Universität - das sind die drei räumlichen Fixpunkte des Areals, das zum künftigen Standort der International School of Bremen werden soll.
'Founded 1998' steht in großen Lettern eingraviert in einen Stein am Eingang zur International School of Bremen an der Thomas-Mann-Straße - gegründet 1998. Gleich darunter wird an die 'Celebration' zum zehnjährigen Bestehen 2008 erinnert.
Im Foyer der Ausbildungsstätte, die ein Schild am Eingang auch als Partnerschule der Kunsthalle Bremen ausweist, sind Verweise auf Sponsoren unübersehbar, darunter die Namen der Creme bremischer Unternehmen. Und gleich am Portal werden Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler sowie Besucherinnen und Besucher auch gleich mit den Grundsätzen und Ansprüchen an den Unterricht empfangen - gut erkennbar in großer Schrift dokumentiert.
Die private Schule, so heißt es dort unter anderem, stehe für exzellente Leistungen in der Lehre und auch beim Lernen. Ziel sei die Heranbildung von Persönlichkeiten, die sich verantwortlich in einer wandelnden globalen Gesellschaft bewegen können.
Die Schule beschreibt sich selbst als Alternative zum staatlichen Schulsystem in Bremen. Die Klassen seien grundsätzlich klein mit durchschnittlich 18 Schülerinnen und Schülern. Insgesamt seien 35 Ländern vertreten. Lehrerinnen und Lehrer kämen nicht nur aus Deutschland, sondern unter anderem auch aus Australien und Indien, aus Kanada und den USA. Viele der Pädagogen hätten Masterabschlüsse oder promoviert.



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