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Auf 1000 Quadratmetern Fläche bietet sich den Besuchern eine Spiellandschaft mit 130 Automaten, fünf Tischen für American Roulette, zwei Tischen für Black Jack und vier Pokertischen. Vorbei sind die Zeiten festlicher Kleidung und des Krawattenzwanges. Für drei Euro Eintritt kann sich jeder Besucher so amüsieren, wie er sich am wohlsten fühlt.
Um pünktlich fertig zu werden, mussten am Donnerstag noch einmal alle mit anfassen. Im Eingangsbereich stapelten sich knapp 24 Stunden vor der Eröffnung noch Kartons, Folien und Werkzeuge. Der schwarze Teppich des Casinos war mit Folie abgedeckt, Helfer räumten die Bar ein, montierten Lampen und putzten Roulette-Tische. „Wir sind noch im Zeitplan“, sagte Casino-Leiter Thomas Schindler hoffnungsfroh. „Es wird nicht einfach, aber wir werden es schaffen, pünktlich zur Eröffnung fertig zu werden.“ Recht hat er gehabt. Am Freitag konnte sich das Casino in neuem Glanz präsentieren.
Seit April läuft der Umbau des Gebäudes in der Langenstraße 38. Besonders die Statik habe für Probleme gesorgt, erklärt Westspiel-Bauleiter Franz Hirthammer. 50 Tonnen zusätzliche Stahlträger wurden eingezogen. Auch zusätzliche Stützscheiben aus Stahl mussten eingezogen werden.
„In dem neuen Casino haben wir das klassische Spiel aus der Böttcherstraße mit dem Spielautomaten-Casino aus der Breitenweg zusammengelegt“, erklärt Schindler. Alle Spielbereiche sind durch Leuchtschriften an den Wänden gekennzeichnet. Seperate Räume sind für Raucher abgetrennt.
Zehn Millionen Euro kostete der Umzug
Ursprünglich war auch geplant, einen Pokertisch als Raucherbereich abzutrennen, darauf ist aber zwischenzeitlich verzichtet worden. Für den neuen Eingang zur Schlachte haben sich die Architekten eine besondere Spielerei einfallen lassen, hier wurden die Treppenstufen eins zu eins an die Decke übertragen.
Die beiden Kassen im großen Spielsaal sind offen. In der Böttcherstraße war dieser Bereich noch durch Panzerglas gesichert. Jetzt, erklärt Michael Wiebeck, ebenfalls Spielbank-Leiter, haben die Mitarbeiter dort immer nur so viel Geld griffbereit, wie gerade angefordert wird.
Zum Schutz vor Überfällen setzt die Spielbank künstliche DNA ein. In den neuen Räumlichkeiten wurden Sprühanlagen mit künstlicher DNA eingebaut, die potentielle Täter davon abhalten sollen, einen Überfall zu begehen.
In den Umzug an den neuen Standort investiert Westspiel zehn Millionen Euro. Dieses Volumen wird laut Franz Hirthammer auch eingehalten. Erklärtes Ziel ist es, durch den Wechsel an die stark frequentierte Schlachte den kontinuierlichen Besucher- und Einnahmerückgang der vergangenen Jahre wenigstens zu stoppen. Thomas Schindler ist sicher: "Wir werden viele Erstbesucher haben." Die Bremer Casino-Leiter setzen darauf, dass Schlachte-Besucher aus Neugier ihren Fuß in die Spielbank setzen. "Wir möchten gute Unterhaltung bieten", lautet dort das Selbstverständnis.
Die Werbung an der Schlachte wird allerdings wenig aggressiv ausfallen. Laut Schindler wird es zwei Aufsteller am neuen Eingang geben, dazu eine Tafel an der Wand. "Es muss zum Gesamtambiente passen", sagt er. Und außerdem ist es den staatlichen Spielbanken per Gesetz untersagt, Glücksspiel zu fördern.
Sechs neue Croupiers werden das Team des Casinos unterstützen. Sie haben nach einem dreimonatigen Intensivkurs ihre Prüfung bestanden. "Sie haben ihre Chance mit beiden Händen ergriffen", sagt Ausbilder Axel Behrens. Er bescheinigt den neuen Croupiers, dass sie monatelang gebüffelt haben. Sie müssen zum Beispiel trainieren, Lage und Wert der Spielmarken auf einem Tisch blitzschnell zu erfassen.
Am Sonnabend ab 18 Uhr wird das Spiel im neuen Casino von Livemusik begleitet.






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