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Bäume sind Sauerstoffspender, sie sind Grundlage unseres Lebens!" Der Anlass, die Reste dieser alten Eiche rot anzustreichen und zum meterhohen Mahnmal zu machen, wird auch nicht verschwiegen - im Gegenteil, er wird auf dem Schild, das als Urheberschaft die Bürgerinitiative "Kleiner Stadtwerderwald" ausweist, gleich eingangs benannt: "Hier handelt es sich um schweren Baumfrevel..."
Die Bäume und der Stadtwerder - diese Kombination hatte unter anderem vor rund anderthalb Jahren regelmäßig für Schlagzeilen gesorgt. Als dort zugunsten der Neubauten nahe der umgedrehten Kommode eine "Sichtschneise" geschaffen und entsprechend Bäume weichen sollten, formierte sich Widerstand.
Für alle, die sich am Protest gegen das Abholzen beteiligen wollten, gab es beispielsweise eigens ein Blockade-Training, um Übung für mögliche Aktionen des Widerstands zu bekommen. Der Protest zeigte politisch Wirkung, die Bäume blieben.
Nun war kürzlich der Bürgerinitiative nicht verborgen geblieben, dass ein Unbekannter einen Keil aus dem Stamm einer alten Eiche herausgesägt hatte. Befund: Der Baum war so geschädigt, dass er nicht mehr gerettet werden konnte.
Es wurde Strafanzeige erstattet und eine Prämie für den Fall in Aussicht gestellt, dass der Täter dingfest gemacht werden kann. Das Mahnmal aus dem Rest der attackierten Eiche solle nun dazu dienen, so hieß es gestern aus der Initiative, "weitere Schandtaten dieser Art im Keim zu ersticken".



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