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"Der Medizinische Dienst der Krankenkassen stellt jedoch zunehmend und in immer zweifelhafterer Weise die erbrachten Leistungen infrage."
Nach hkk-Angaben vom Vortag müssen die Kliniken in der Region Bremen-Oldenburg 3,4 Millionen Euro an die Krankenkasse zurückzahlen. "2010 waren 57 Prozent der geprüften Rechnungen nicht korrekt - rund 20 Prozent mehr als zwei Jahre zuvor", hatte Vorstand Michael Lempe erklärt. 2010 habe die Krankenkasse rund 5000 Klinikfälle überprüft - etwa zehn Prozent des Gesamtaufkommens. Davon waren fast 3000 Fälle fehlerhaft. 2008 traf dies auf 48 Prozent der Fälle zu, ein Jahr später hatte der Wert bei 53 Prozent gelegen.
Ein Grund für falsche Abrechnungen ist nach Ansicht von Lempe das System der Fallpauschalen. Das Vergütungssystem von medizinischen Krankenhausleistungen sei selbst für Experten nur noch schwer zu durchblicken, erklärte der hkk-Vorstand.
Auch der Vorwurf eines zu komplizierten Abrechnungssystems trifft nach Ansicht von HBKG-Geschäftsführer Zimmer nicht zu. Vielmehr seien die gesetzlichen Bestimmungen zum Prüfungsverfahren lückenhaft und böten den Krankenkassen die Gelegenheit selbst nach vier Jahren noch bereits abgerechnete Fälle wieder infrage zu stellen, erklärte er.
Der Bundesrechnungshof hatte vor kurzem jede dritte geprüfte Krankenhausabrechnung für fehlerhaft erklärt. 875 Millionen Euro hätten die Krankenkassen 2010 zu Unrecht an die Kliniken gezahlt. (dpa)



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