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Eugenio Darias Darias, Silbo Gomero-Lehrer und Direktor der inseleigenen Silbo-Gomero-Schule, sowie Lino Rodriguez Martin, Silbo Gomero-Koordinator der Schulen auf La Gomera, demonstrierten die Sprache in einem Pfeifgespräch. Besonders stolz sind die Gomeros darauf, dass die Unesco die Pfeifsprache „Silbo Gomero“ vor wenigen Tagen, am 30. September, in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen hat.
„Ureinwohner, die aus Nordafrika auf La Gomera eingewandert sind, haben die Pfeifsprache auf die Insel gebracht“, erzählt Eugenio Darias Darias. Damals habe es keine Telefone und keine befestigten Straßen auf der gebirgigen Insel gegeben, so dass sich die Bewohner, meist Bauern, mit der Pfeifsprache über Schluchten hinweg verständigten, erklärt Eugenio Darias Darias. Die Pfiffe seien bis zu vier Kilometer weit hörbar.
Nachdem die Sprache in den 50er-Jahren durch den Einzug der Telekommunikation und den Straßenausbau fast verschwunden ist, wird sie heute immer noch und wieder von 22.000 Silbadores verwendet. Seit 1999 wird „Silbo Gomero“ sogar als Pflichtfach für Sechs- bis 15-Jährige gelehrt. Jedes Jahr beherrschten 150 Kinder mehr die Pfeifsprache.
Lehrer Darias Darias versichert: „Die Schüler lernen die Sprache sehr gerne.“ Zwar sprächen die Jugendlichen jetzt im Alltag nicht "Silbo". Wenn Freunde sich aber verabreden, pfeife schon mal einer unten an der Tür, der andere möge herunterkommen, erzählt der Lehrer. Auch wenn es an einigen Orten keinen Handy-Empfang gebe, werde dann gerne "Silbo" verwendet.
Bei Silbo Gomero ersetzen Pfiffe, die mit einem Finger zwischen den Lippen gebildet werden, die Vokale und Konsonanten. Entscheidend für die Verständigung sind Ton, Länge der Laute und die Pausen. Beide Gomeros pfeifen am Mittwoch, 7. Oktober, miteinander um 18 Uhr im Instituto Cervantes, Schwachhauser Ring 124. Der Eintritt ist frei.



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