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Zusätzlich zu Stadtführungen, Konzerten und einer Schiffsparade erwarten die Besucher in diesem Jahr neue Höhepunkte. Am Sonnabend, 24. September werden rund 50 Sportboote bei einer Lampionfahrt die Weser mit ihrer Beleuchtung erhellen. Anschließend wird es an der Schlachte ein Feuerwerk geben. Mit diesem Programm zeigt sich die Maritime Woche diesmal von ihrer romantischen Seite.
Damit die Zuschauer das Lichtspektakel auf der Weser genießen können, müssen die Organisatoren die Logistik genau planen. Der Gedanke an die Lampionfahrt bereitet Jan-Peter Halves, Geschäftsführer der City-Initiative zurzeit noch "Muffensausen". Wenn über 50 Sportboote im Dunkeln auf der Weser unterwegs sind, sei dies eine logistische Herausforderung.
Um die Organisation kümmert sich unter anderem Rolf Krokat vom Landesverband Motorbootsport Bremen (LMB). Wie seine Brüder Harald und Wolfgang ist er seit vier Jahren bei der Maritimen Woche als ehrenamtlicher Helfer aktiv. Krokat plant die Vergabe von Liegeplätzen an der Marina. Dieses Jahr gehe es etwas entspannter zu als im vergangenen Jahr, erzählt er. Er erwartet um die 50 Bewerbungen, die er in den nächsten Tagen bearbeiten wird. Krokat ordnet die Boote nach Länge und Verein den Plätzen am 120 Meter langen Anleger zu. Den fertigen Plan legt er dann der City-Initiative vor, die die Schiffsbesitzer mit weiteren Informationen versorgt.
Einige Vereine nehmen die Maritime Woche als Anlass für eine Gruppenfahrt. Der Wassersportverein "Hanse-Kogge" sei 2010 sogar mit 30 Booten vertreten gewesen. Weitere Gäste kämen aus ganz Deutschland, Holland, Dänemark und sogar aus der Schweiz und Österreich. Laut Krokat profitiere die Innenstadt während der Veranstaltungstage von der Kaufkraft der Bootsfahrer. Viele der Besucher gingen mindestens einmal am Tag an Land, um an der Schlachte zu essen.
Der Anleger bietet den Gästen eine Sanitäranlage mit Serviceraum, wo Wäsche gewaschen werden kann. Allerdings sieht Krokat in diesem Bereich noch Verbesserungsbedarf. "Es gibt einen Damen- und einen Herrenbereich mit jeweils einer Toilette und einer Dusche." Die Sanitäranlage sei damit zu klein, insbesondere wenn an Spitzentagen um die 70 Boote anlegen. Allein könne der LMB dieses Problem jedoch nicht lösen. Die Seefahrer müssten sich vielmehr mit der Situation arrangieren. Mitorganisator Klaus Schlösser erwartet auch in diesem Jahr um die 70 Übernachtungen am Festwochenende.
Damit jeder dieser Bootsfahrer weiß, wo er über Nacht anlegen kann, wird Rolf Krokat in den nächsten Tagen den Lageplan erstellen. Bei der Vergabe von Liegeplätzen muss er in diesem Jahr insbesondere die Lampionfahrt berücksichtigen. Alle Boote, die an dieser Fahrt teilnehmen werden, müssen außen liegen. "Insgesamt werden wir zwischen Steg und Ufer eine Zweierreihe bilden und zur Flussmitte hin eine Dreierreihe", so Krokat. Die Sportboote dürfen aber nicht zu viel Platz einnehmen, da die Weser für die neun Veranstaltungstage nicht komplett gesperrt wird. Binnenschiffe müssen weiterhin die Möglichkeit haben, die Schlachte zu passieren.
Laut Jan-Peter Halves von der City-Initiative gebe es viele Auflagen, die während der Lampionfahrt am 24. September eingehalten werden müssen. Die Organisatoren werden zum Beispiel in ständigem Kontakt mit der Schleusenaufsicht stehen, da der Binnenverkehr bei bestimmten Veranstaltungen zumindest zeitweise gestoppt werden muss. "Wir wollen schließlich keine Wasserskiaufführung beginnen, wenn gerade ein Binnenschiff vorbeifährt", so Halves. Eine weitere verkehrsfreie Zeit wird es während der Schiffsparade am Sonntag, 25. September geben. Klaus Schlösser rechnet zusätzlich zu den zehn Berufsschiffen mit 100 Privatbooten auf der Weser.
Die "Maritime Woche" bietet auch in diesem Jahr wieder ein buntes Programm. Die Veranstaltung wird am 17. September mit Shantychorkonzerten in der Lloyd-Passage eröffnet. Für Kinder gibt es entlang der Schlachte das Programm "Kids Ahoi" mit vielen Aktionen und Aktivitäten - unter anderem einem Kletterturm. Maritime Vorträge werden täglich um 18 und um 20 Uhr im Haus der Wissenschaft und auf der MS Friedrich gehalten. Am Sonnabend, 24. September, wird es sportlich: Ab 13 Uhr zeigen Wassersportler ihr Können. Abends wird es mit der Lampionfahrt und dem Feuerwerk dann romantisch an der Schlachte.
Wer neugierig ist, welche Schiffe an der "Maritimen Woche" teilnehmen werden, findet hier einen kurzen Steckbrief zu jedem Boot.






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