Sie sollen im Januar 2007 eine Feier im Ostkurvensaal gestürmt, auf Partygäste der politisch links orientieren Fangruppe „Racaille Verte“ eingeprügelt und mehrere Menschen verletzt haben. Zeugen machten rechte Hooligans der berüchtigten Schlägertruppe „Standarte“ als Täter aus.
Im vergangenen Monat sind mehrere Zeugen von Angehörigen der rechtsextremistischen Szene bedroht worden. Dies berichten Fanbetreuer. Demnach ereigneten sich die Vorfälle bei den Werder-Heimspielen am ersten und dritten Spieltag der Fußball-Bundesliga. Beim Saisonauftakt am 6. August etwa soll „Standarte“-Hooligan Stefan A. in der Ostkurve gewarnt haben: Er und seine Kumpane freuten sich geradezu auf die Verhandlung; wer aussage, könne etwas erleben. Darüber hinaus sollen Drohgebärden aus dem Umfeld des „Nordsturm Brema“ gekommen sein. Laut Verfassungsschutz zählen in Bremen der „Nordsturm“, die „Standarte“ und die „City Warriors“ zum Spektrum der „gewaltbereiten Rechtsextremisten“.
Im Zusammenhang mit dem Prozess hat Werder Bremen noch kein Stadionverbot gegen die Angeklagten verhängt. Zu den Beschuldigten gehört unter anderem Hannes O., Sänger der Hooligan-Band „Kategorie C“. Die Gruppe genießt in der Szene einen regelrechten Kultstatus und trat jüngst auch in der Hansestadt auf. Bei Skinheads ist sie vor allem wegen ihrer gewaltverherrlichenden Lieder beliebt.
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