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"Wer fehlerfrei und schnell ist, der ist gut", erklärt Dennis Makoschey, stellvertretender Bundesvorsitzender der DLRG-Jugend. "Es bringt nichts, wenn jemand schnell rettet, aber die Puppe untergehen lässt." Die Disziplinen der Deutschen Meisterschaften seien der Realität beim Wasserrettungsdienst nachempfunden.
An zwei Tagen treten rund 1400 Schwimmerinnen und Schwimmer der Jugend der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft in Bremen zum Wettkampf an. Es ist das erste Mal, dass die Hansestadt die Meisterschaften ausrichtet. Aus dem gesamten Bundesgebiet kommen die Rettungsschwimmer, die zu den besten ihres Landes gehören und älter als elf Jahre sind. Über 400 ehrenamtliche Helfer sorgen für den reibungslosen Ablauf. Die Wettkämpfe im Sportbad der Universität haben gestern begonnen und enden heute.
Für den Bezirk Bremen-Nord tritt der 13-jährige Jonas Michalewski an. Drei Wettkämpfe mit seiner Staffel hat er schon hinter sich: 25 Meter tauchen, 25 Meter kraulen und eine Puppe aus zwei Metern Tiefe heraufholen. Bis jetzt hat alles gut geklappt. Besonders das Tauchen liegt ihm. 25 Meter sind für ihn kein Problem. "Zu Hause sagen sie immer: Falls du Jonas nicht findest, such unter Wasser", erzählt er mit einem Schmunzeln.
Später möchte der 13-Jährige bei der DLRG seinen Tauchschein machen. Die schwere Puppe zu ziehen, war nicht so einfach. "Im Wasser sind die Dinge zwar leichter, aber man kommt nicht auf Geschwindigkeit." Jonas trainiert einmal pro Woche. "Ich mache das aus Spaß", sagt der junge Rettungsschwimmer. "Und es ist mir sehr wichtig, im Notfall helfen zu können."
Große Chancen auf einen Sieg hätten die Bremer Mannschaften und Einzelschwimmer jedoch nicht, sagt Trainer Florian Hintz Evora. Für Bremen-Nord treten vier Schwimmer als Mannschaft und ein Einzelschwimmer an, für Bremen-Stadt gehen heute zwei Jugendliche in den Einzelwettkämpfen an den Start. "Der Landesverband Bremen nimmt zum ersten Mal seit über zehn Jahren wieder an den Deutschen Meisterschaften teil", berichtet der Trainer. "Wir haben vor drei Jahren angefangen, wieder für den Rettungssport zu trainieren, sind also noch in den Kinderschuhen."
Jessica Pollak aus Schwerte in Nordrhein-Westfalen beteiligt sich bereits zum dritten Mal an den Deutschen Meisterschaften im Rettungsschwimmen. Die 14-Jährige erreichte vor zwei Jahren den elften Platz im Einzelwettkampf. Ihr wurde das Schwimmen gewissermaßen in die Wiege gelegt. "Ich bin schon seit meiner Geburt Mitglied bei der DLRG", erzählt sie. "Meine Eltern sind in der DLRG und haben mich eingetragen." Jessica Pollak verwendet viel Zeit für das Schwimmen. "Ich trainiere drei- bis viermal pro Woche. Oft bin ich fünf Stunden im Bad, weil ich auch viel helfe." Die Jugendliche ist Ausbilderin und betreut Kindergruppen. Für die Schule bleibe trotzdem genug Zeit: "Die schulische Leistung leidet nicht darunter."
Im Wettkampfbüro leitet Birgit Götker aus Ostbevern den Einsatz der Kampfrichter. "Sie sind von morgens bis abends beschäftigt", sagt sie. 55 Richter sind im Sportbad vor Ort, weitere 50 bewerten die Wettkämpfe in der Disziplin Herz-Lungen-Wiederbelebung.
Für einen Sieg ist es wichtig, dass die jungen Rettungsschwimmer in allen Disziplinen überzeugen. Pro Altersklasse gibt es bei den Einzel- und den Mannschaftswettkämpfen jeweils einen ersten, zweiten und dritten Platz. Zwei Zusatzpreise werden vergeben: ein Pokal für den besten Landesverband und ein Clubpokal für die beste Gliederung. Die Siegerehrung findet heute Abend im BLG-Forum statt.
Der Ehrgeiz der jungen DLRG-Rettungsschwimmer ist groß, weiß Birgit Götker aus Erfahrung. "Die Kleinen sind sehr aufgeregt. Einige sind das erste Mal dabei. Und wenn sie dann einen Fehler machen, kullern schon mal die Tränen."
Der Austragungsort Bremen gefällt der Einsatzleiterin sehr gut. "Im 50-Meter-Becken mit zehn Bahnen ist viel Platz. Und die Tribüne kann außerdem noch viele Zuschauer fassen." Der Veranstaltungsort für das kommende Jahr steht bereits fest. Dann finden die Deutschen Meisterschaften im Rettungsschwimmen in Paderborn statt.









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