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Es ging um die Frage wer die Veranstaltung weiterhin organisieren soll - und vor allem wie: Der Vertrag des bisherigen Sixdays-Chefs Frank Minder lief 2011 aus, die in die Jahre gekommene Veranstaltung sollte ein neues Konzept erhalten, schließlich wurden die Sixdays öffentlich ausgeschrieben. Der Zuschlag ging an die Bremer Veranstaltungs- und Event GmbH, eine Gesellschaft hinter der die Nehlsen-Tochter Elko und der Party-Veranstalter Theo Bührmann stecken. Von städtischer Seite ist die WFB im Boot, was in der Öffentlichkeit für Irritationen gesorgt hatte. Die WFB ist ein Unternehmen des Landes Bremen, und so bestand die Sorge, dass Bremen irgendwann für ein mögliches Defizit geradestehen muss.
Die Sixdays sind lange schon vorbei, der Trubel hat sich gelegt und die Veranstalter-Bilanz ist "durchaus positiv", sagte Schneider gestern im Gespräch mit dieser Zeitung. Er werde die Veranstaltung "ohne Miese" zu Ende zu bringen, so hatte es der Sixdays-Chef im Dezember versprochen. Damals allerdings hatte Schneider noch mit einem Gewinn von 120.000 Euro gerechnet. In der seit Donnerstagabend vorliegenden Bilanz sind zwar nur 60.000 Euro Überschuss ausgewiesen, das Versprechen sei jedoch auch damit eingehalten, erklärte der neue Sixdays-Chef am Freitag.
Bewahrheitet hat sich laut aktuellem Zahlenwerk auch Schneiders Prognose zur Anzahl der verkauften Karten. Er rechnete mit 25.000 - 24.550 sind es am Ende gewesen, eine durchaus respektable Größe. Und auch der Kindernachmittag sei mit 17.000 kostenlos vergebenen Karten ein Erfolg gewesen, sagt Schneider.
Insbesondere am Dienstags- und Donnerstags-Programm müsse jedoch gearbeitet werden. "Diese beiden Tage waren die schwächsten der Sixdays", sagt Schneider. Als absoluten Gewinn für die Veranstaltung bezeichnet er dagegen das Frauenrennen, "ein toller Programmpunkt", schwärmt der Sixdays-Macher, "das müssen wir ausbauen".
In dem ursprünglich vorgelegten Konzept ist die Bremer Veranstaltungs- und Event GmbH von Produktionskosten in Höhe von 1,6 Millionen Euro ausgegangen. 1,4 Millionen Euro hätten letztlich gereicht, um das neue Konzept umzusetzen, erklärte Schneider. Ein Konzept, "das beim Publikum gut angekommen ist." Allein die "Deka-Dance"-Halle, die eigens für die jüngere, partyorientierte Besuchergruppe eingerichtet worden war, "hat rund 1200 Besucher zu den Sixdays gelockt". Besucher, die "wir mit Klaus und Klaus nicht gekriegt hätten".
Veränderungen wird es bei der nächsten Auflage der Sixdays dennoch geben, auch im Rahmenprogramm. Zwar seien mit dem neuen und mehr auf ein jüngeres Publikum ausgerichteten Party-Konzept die Umsätze der Gastronomiebetriebe im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, sagt Schneider. "Aber wir müssen im nächsten Jahr das Thema Radrennen noch stärker in die Partyhallen bringen." Besonders in Halle 4 sei für seinen Geschmack zu wenig vom eigentlichen Hauptevent der Veranstaltung, also von den Rennen auf dem Holzrondell, zu sehen gewesen.
Die am Donnerstagabend vorgelegte Bilanz stimme ihn "vorsichtig optimistisch. Und sie zeige auch bei allem noch ermittelten Verbesserungsbedarf, "dass es richtig war, die Sixdays neu aufzustellen", sagte der WFB-Aufsichtsratsvorsitzende Martin Günthner. Es sei eine gute Basis geschaffen, auf der man im nächsten Jahr aufbauen könne.
Wie genau das passieren soll, klärt Schneider bereits. "Die Vorbereitungen der Sixdays 2013 haben mit dem ersten Tag der Sixdays 2012 angefangen." Die Sponsoren jedenfalls hätten "eindeutig positive Signale" gesendet, sie seien über ihr Engagement "sehr glücklich", bilanzierte der Sixdays-Macher Schneider am Freitag.












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