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In 800 Fällen konnte die Spendenaktion Weihnachtshilfe unserer Zeitung im vergangenen Jahr helfen, den Alltag zu erleichtern. Jetzt geht der Verein erneut an den Start. In den folgenden Wochen gibt es Aktionen, bei denen Spenden gesammelt werden. Auf treue Verbündete in Vereinen, Verbänden, Schulen, Kindertagesstätten und anderen Institutionen kann sich die Weihnachtshilfe verlassen.
Das schon traditionsreiche Benefizkonzert mit den Bremer Philharmonikern in der Glocke gehört dazu. Es findet dieses Mal am 2. Dezember statt. Eine CD mit einem Live-Mitschnitt des Konzerts kommt ebenfalls wieder in den Verkauf. Mit dem Erlös sollen weitere Projekte zur Unterstützung finanziell benachteiligter Familien verwirklicht werden, die sich per Antrag bei der Weihnachtshilfe melden.
1998 von WESER-KURIER und Sozialressort mit gegründet, hat die Spendenaktion Weihnachtshilfe in den vergangenen Jahren vor allem ein paar Tausend Familien mit Kindern, aber auch Alleinstehenden, Verwitweten und Rentnern unbürokratisch und schnell unter die Arme gegriffen. Wenigstens in der Weihnachtszeit sollten die Bedürftigen, die Hilfe beantragten, es leichter haben und ein paar Wünsche erfüllt bekommen.
Während in den ersten Jahren der Aktion Bedürftige aller Altersschichten bedacht wurden, fokussiert sich die Hilfe seit zwei Jahren auf Familien mit Kindern bis zu zwölf Jahren. Die Spendenaktion will auf diesem Weg zu einem besseren Start ins Leben beitragen und die Zukunftsperspektiven von Kindern verbessern helfen. Mehr als 241.000 Euro betrug die Spendenausschüttung in der vergangenen Weihnachtshilfe-Saison. 87 Prozent der Antragsteller im Jahr 2008 waren weiblich, die meisten von ihnen mit zwei oder drei Kindern im Haushalt. Die Auswertung der Anträge hat ergeben, dass fast alle Bedürftigen, die sich bei der Weihnachtshilfe meldeten, von Sozialleistungen leben.
Vielfach befürworteten Vertreterinnen und Vertreter in Kitas, in Kinderheimen, Mütterzentren, Grundschulen und anderen Stadtteileinrichtungen die Anträge der jeweiligen Familien, an die über die Einrichtungen Anträge ausgegeben worden waren. 800 von insgesamt 1539 Anträgen – im Jahr zuvor waren es etwa 330 Anträge weniger – konnten in der vergangenen Weihnachtshilfe-Saison bewilligt werden. Das heißt: Ein Bewilligungsausschuss schaute sich die Anträge aus den verschiedenen Stadtteilen und die geschilderten Lebenssituationen genau an und entschied dann darüber, wo am dringendsten geholfen werden müsste.
Vor allem Kleidung und Möbel brauchten viele Familien für ihre Kinder. Doch die Weihnachtshilfe sorgte mit ihren vielen Unterstützern auch dafür, dass Kinder zum Schwimmen gehen konnten, neue Sporttrikots und Turnschuhe erhielten und Geschenke unter dem Weihnachtsbaum fanden. Für chronisch kranke Kinder und ihre Geschwister überlegten sich engagierte Helfer etwas Schönes. Durchschnittlich bekamen die Antragsteller 163 Euro, um sich Wünsche zu erfüllen. Kindergartengruppen verkauften ihre Basteleien oder Weihnachtskekse, um die Spendenaktion zu unterstützen, Konditoren spendeten Torten, Gärtnereien Gestecke, Friseure Gratis-Haarschnitte.
Engagierte Bremer meldeten sich, um bedürftigen Familien als Paten zur Seite zu stehen. Es hat gemeinsame Weihnachtsfeste gegeben. Mancher Kontakt sorgt nun bereits seit Jahren für einen soliden Eckpfeiler im Alltagsleben derjenigen, die in schwierigen Lebenssituationen nicht gut allein zurechtkommen. Mit 15.000 Euro aus dem Verkauf des Kirchentags-Plakates des Künstlers Hans-Ruprecht Leiß ist die Spendenkasse bereits in den frühen Sommermonaten gefüllt worden.
In den folgenden Wochen hofft die Spendenaktion auf viele weitere Unterstützer, um unverschuldet in Not geratenen Familien Weihnachtshilfe bieten zu können. Wir werden ab November über Familienschicksale in der Hansestadt berichten.
Spenden für die Aktion Weihnachtshilfe werden erbeten auf das Konto 1165000 bei der Sparkasse Bremen, Bankleitzahl 29050101. Anträge auf Hilfe können noch bis zum 30. November gestellt werden, Ansprechpartner sind Schulen und Kindergärten.



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