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Ende der 1970er Jahre trafen sich Marie Fredriksson (51) und Per Gessle (50) in ihrer Heimatstadt Halmstad. Schon damals wollten sie zusammen arbeiten, doch ihre jeweiligen Karrieren hielten sie davon ab. Beide waren schon im Musikgeschäft erfolgreich tätig. Marie war solo unterwegs, während Per mit seiner auch heute noch bestehenden Band „Gyllene Tider“ erste Erfolge feierte. Erst 1986 veröffentlichten sie als Roxette ihre erste Single „Neverending Love“ und feierten damit in der Heimat große Erfolge.
Der internationale Durchbruch sollte zwei Jahre später mit dem zweiten Album „Look Sharp!“ folgen. In Schweden war auch diese Platte sofort ein Erfolg, während der Rest der Welt das Album nicht einmal zur Kenntnis nahm. Als jedoch ein amerikanischer Austausch-Schüler von Schweden in die USA zurückkehrte, hatte er den Hit „The Look“ im Gepäck. Er empfahl ihn einem Radio-Sender in Minneapolis, der den Song in sein Programm aufnahm. Von da an machte der schwedische Export in Form von kopierten Kassetten die Runde und „The Look“ wurde zum Nummer-1-Hit in Amerika, noch ehe das Album auf dem Markt war. Von dort aus ging das Lied um die Welt, in 24 Ländern stürmte es die Charts. Acht Millionen Mal verkaufte sich „Look Sharp“ weltweit.
1991 schlug „It must have been love“ ein wie eine Bombe. Der Song gehörte zum Soundtrack des Kinofilms Pretty Woman. Weitere Top-Alben wie „Joyride“, „Tourism“ und „Crash!Boom!Bang!“ folgten in den frühen 90er Jahren. 1996 legte Roxette eine Pause ein, während Gyllene Tider ein grandioses Comeback feierte.
Der Erfolg vom Roxette ist nahezu ohne Beispiel in der schwedischen Musikgeschichte. Über 45 Millionen verkaufte Alben und 25 Millionen Singles sind die Bilanz ihrer bisherigen Karriere. Im Zusammenhang mit der aktuellen Tour sind die sieben Studioalben der Band neu aufgelegt worden, die insgesamt 20 Bonus-Tracks enthalten. Zudem ist auch die Produktion einer neuen Platte durchaus möglich, verrieten die beiden in einem Interview beim schwedischen Fernseh-Sender TV4.
All das schien vor nur etwas mehr als einem Jahr nahezu unmöglich. Das Comeback von Marie Fredriksson (51) und Per Gessle (50) gleicht einem Wunder. 2002 diagnostizierten die Ärzte einen Gehirntumor bei Marie Fredriksson. Sie war damals 44 Jahre alt. „Sie hatte nur eine kleine Chance, zu überleben“, sagt Per Gessle. Er habe nie wirklich zu hoffen gewagt, wieder mit Roxette auf Tour zu gehen.
Doch Marie überlebte und überraschte Fans, Familie und Freunde bereits 2008 im Stockholmer Cirkus mit einer beeindruckenden Show. Am Ende eines Solo-Konzertes von Per Gessle betrat sie die Bühne und griff zum Mikrofon. Viele Zuschauer weinten vor Freude, als sie mit altbekannter Power „It must have been love“ anstimmte. Ihr selbst blieb beim Jubel des Publikums vor Rührung die Stimme weg. Marie Fredriksson war wieder da – und nun singt sie mit Per Gessle in Bremen.



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