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Es ist laut NABU durchaus auffällig, wie viele Anfragen besorgter Vogelfreunde in Süddeutschland gestellt werden. Welche Rolle das afrikanische Virus dabei spielt, ist allerdings ungeklärt. Die wenigen Fälle im Süden lassen keine Rückschlüsse auf den Norden zu. „Im Raum Bremen gibt es noch keinen Nachweis“, sagt Hofmann.
Um die Entwicklung zu beobachten, ruft der NABU zur Meldung toter Amseln auf: "Wer eine tote Amsel findet, die nicht offensichtlich durch Fensterscheibe oder Katze gestorben ist, sollte sich bei uns melden. Über das Veterinäramt können frische tote Amseln auf das Virus getestet werden."
So oder so: Eine Gefährdung des bremischen Amselbestands ist laut NABU ausgeschlossen. Und auch für den Menschen besteht keine Gefahr: „Es gibt keinen einzigen Todesfall durch das Usutu-Virus“, sagt Sönke Hofmann. „Wer gesund ist und ein funktionierendes Immunsystem hat, merkt wahrscheinlich nicht einmal, wenn er infiziert ist.“