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Insgesamt 866 Kohlmeisen haben die Zähler in Bremen registriert. Damit belegt das schwarzköpfige Vögelchen in der Rangliste den ersten Platz.
Das seien etwa 2000 Tiere weniger als noch im vergangenen Jahr, meldete der Nabu am Freitag. Die Kohlmeise wurde am häufigsten gesichtet, 866 Exemplare entdeckten die Zähler in ihren Gärten. Die Amsel wurde in der Rangliste von Blaumeise und Haussperling geschlagen. Auch Lachmöwen, Graugänse und Stockenten gingen in die Statistik mit ein, die aber wohl nicht in den heimischen Gärten, sondern auf Spaziergängen gesichtet worden seien, vermutet Nabu-Geschäftsführer Sönke Hofmann. Das Gesamt-Ranking finden Sie in unserer Fotostrecke.
„In einem so milden Winter finden die Tiere auf dem Boden und in den teilweise schon aufgehenden Knospen genug Nahrung. Der Hunger treibt sie dann nicht vor die Fenster und in die Futterhäuser“, erklärt Hofmann die geringere Meldezahl der Vögel. „In Süddeutschland hat die Winterzählung allerdings das Amselsterben des Sommers mit teilweise dramatischen Rückgängen klar bestätigt.“ Grund dafür sei die Dürre im Frühjahr gewesen. In dem ausgetrockneten Boden hätten die Vögel während der Brutzeit keine Regenwürmer gefunden.
Im bundesweiten Vergleich schaffte es der Haussperling auf Platz eins. Der Nabu wertete mehr als 1,6 Millionen Vogelzählungen aus. Die Vogel-Experten der Naturschutz-Organisation erhoffen sich durch die neue Statistik Erkenntnisse darüber, welche Vogelarten sich in der kalten Jahreszeit in Deutschland aufhalten und wie sich der Klimawandel auf die winterliche Vogelwelt auswirkt. Von 11. bis 13. Mai ruft der Nabu zur „Stunde der Gartenvögel“ auf, dann sollen die Sommervögel in der Hansestadt gezählt werden. (jbc)


