Das weltweit tätige Unternehmen, das derzeit ein Anlagevermögen in Höhe von 76 Milliarden Dollar verwaltet und in Deutschland Beteiligungen unter anderem an Bavaria (Yachtbau) hält, investiert einen dreistelligen Millionenbetrag und erhält im Gegenzug einen Minderheitsanteil an der Beluga-Flotte mit derzeit 69 Schiffen. Das berichtet der WESER-KURIER (Donnerstagausgabe).
Nachdem der Schiffsfinanzierungsmarkt in Deutschland praktisch zum Erliegen gekommen ist, will Beluga-Chef Niels Stolberg nun zusammen mit dem neuen Partner Oaktree sein Neubauprogramm finanzieren, für das er mehrere hunderte Millionen Euro braucht. „Während andere nach der Krise noch ihre Wunden lecken, greifen wir an“, sagte Stolberg der Zeitung.
Beluga plant die Anschaffung von vier weiteren Schwergutschiffen, zwei Kabellegern und zwei Offshore-Versorgern für große Pipeline-Projekte. Die Aufträge sollen in wenigen Wochen erteilt werden. Zudem will ein von Beluga mit dem Essener Baukonzern Hochtief gegründetes Joint Venture insgesamt vier Errichterschiffe für Offshore-Windparks in der Nordsee zum Stückpreis von 200 Millionen Euro bauen lassen.
Entgegen früheren Ankündigungen geht der Auftrag für das erste Schiff allerdings nicht an Nordic Yards, auch Verhandlungen mit der Sietas-Werft in Hamburg sind offenbar an Finanzierungsproblemen gescheitert. Das Rennen soll die Crist-Werft im polnischen Danzig gemacht haben. Drei weitere Schwesterschiffe sollen vermutlich in China gebaut werden.
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(WK)


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