Zunächst die Wirtschaftsförderer und zuletzt auch der zuständige Senator Martin Günthner haben vergeblich versucht, das mdexx-Management umzustimmen. Auch mehrere Angebote für eine Neuansiedlung seien gemacht worden, unter anderem auf dem Gelände der Bremer Wollkämmerei in Blumenthal. "Wir haben andere Hallen gefunden, die für uns besser geeignet sind", sagte am Freitag mdexx-Personalleiter Alexis Lamaye. Der Umzug scheint daher beschlossene Sache; am Donnerstag waren die Mitarbeiter auf einer Betriebsversammlung über den Umzug informiert worden.
Als Grund nannte Lamaye den Ende September auslaufenden Mietvertrag für die bestehende Produktionshalle. Deshalb habe man im Umkreis von 50 Kilometern nach neuen Standorten gesucht. Demnächst sollen bereits die Mietverträge unterschrieben werden. Trotz der Teilung der Produktion bleibe mdexx "ein Unternehmen", betonte der Personalchef. Auch werde niemand seinen Job verlieren, "alle kommen mit".
Viele Mitarbeiter sind dennoch alles andere als begeistert. Ein möglicher Interessensausgleich soll schon in zwei Wochen vor der Einigungsstelle verhandelt werden. Die Gewerkschaft IG Metall befürchtet zudem eine drohende Zerschlagung von mdexx. Der profitablere Ventilatoren-Bereich könnte meistbietend verkauft und der Trafo-Bereich liquidiert werden, sagte IG-Metall-Vertreter Peter Stutz. "Dafür soll jetzt klar Schiff gemacht werden." mdexx, einst eine Siemens-Tochter, war Ende 2008 mehrheitlich an die Schweizer Investmentgesellschaft CGS verkauft worden. 190 Mitarbeiter hatten damals ihren Job verloren.



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