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Der Bund will in diesem Jahr mit der Steuer auf Flugtickets rund eine Millarde Euro einnehmen. Für den Standort Bremen könnte die Luftverkehrssteuer aber ein Minusgeschäft sein: „Wir haben Zweifel, ob sich die Flugsteuer für den Fiskus unterm Strich rechnet“, mahnt Handelskammer-Präses Lamotte.
Bislang waren die Einnahmen nicht so hoch wie erwartet. Im ersten Halbjahr lagen sie laut Handelskammer bei 434 Millionen Euro - mehr als zehn Prozent unter dem Soll.
Außerdem entgingen dem Fiskus Steuern und Sozialabgaben. Die Handelskammer beruft sich auf Berechnungen der Fachhochschule Worms, wonach es um einen Betrag von 570 Millionen Euro pro Jahr geht.
"Die Abgabe hat massiv geschadet"
Grund seien die sinkenden Passagierzahlen und Arbeitsplatzverluste - betroffen vor allem Flughafenstandorte. So kommt Präses Lamotte zu dem Schluss: „Die Abgabe hat dem Standort Bremen massiv geschadet.“ Er fordert das Bundesfinanzministerium in Berlin auf, die erst in diesem Jahr eingeführte Steuer wieder zurück zu nehmen.
Während in Europa das Flugangebot weiter wachse, gingen in Deutschland vor allem die Discounter-Flüge zurück.
Ryanair stellte zum Frühjahr alle innerdeutschen Verbindungen ein. Dadurch muss der Flughafen Bremen ein Minus von rund 230.000 Passagieren verkraften. Auch zu den Nordseeinseln fliegen rund 20 Prozent weniger Menschen.
Einige ausländische Flughäfen hingegen haben kräftig zugelegt, zum Beispiel im holländischen Maastricht. In diesem Jahr sind von dort fast drei Viertel mehr Menschen abgeflogen.
Handelskammer-Präses Otto Lamotte wertet das als Beweis: "Die Flugsteuer ist ein handfester Standortnachteil und muss dringend zurück genommen werden."





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