Bödecker wirft Schulz vor, der Oberbürgermeister wolle seinen eigenen Favoriten ins Amt heben. Er sieht es deshalb inzwischen als einzigen Ausweg an, das Besetzungsverfahren um eineinhalb Jahre zu verschieben - bis Oberbürgermeister Jörg Schulz, wie angekündigt, seinen Hut genommen hat. Auch Rosche sagt: 'Wir nehmen jetzt eine Auszeit.' Der Stillstand dürfe allerdings nicht ewig anhalten. Trotz der verbalen Ohrfeige hält Rosche eine gedeihliche Zusammenarbeit zwischen SPD-Stadtverordnetenfraktion und OB weiterhin für möglich: 'Wir sind bei diesem Verfahren nicht einer Meinung - so etwas passiert.'
Schulz hat den Vorwurf zurückgewiesen, er habe das Verfahren torpediert. Die Entscheidung, die Besetzung zu stoppen, 'gefährdet die Aufbauarbeit der letzten Jahre'. Schulz sieht vielmehr den CDU-Kreisvorsitzenden und Bürgermeister Michael Teiser als 'treibende Kraft bei den monatelangen Verzögerungen'. Teiser habe das Verfahren 'chaotisiert'. Schulz wirft ihm 'verheerendes Auftreten' bei Vorstellungsgesprächen vor. Bödecker bezeichnet Schulz? Äußerungen als unverschämt, Teiser war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

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