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Der Manager habe in Aussicht gestellt, dass eine deutliche Aufbesserung des Sozialplans für diejenigen 198 Beschäftigten möglich sei, die in der vergangenen Woche über Nacht eine Kündigung erhalten hatten. Über die Höhe des Sozialplans soll am Dienstag und am Mittwoch bei mdexx weiter im Rahmen eines Einigungsverfahrens verhandelt werden.
Anders als angekündigt hatte bis gestern offenbar kein Mitglied der Bremer Geschäftsleitung einen direkten Kontakt mit der streikenden Belegschaft bei mdexx aufgenommen. Solidarische Unterstützung erhalten die durch Kündigungen bedrohten Mitarbeiter derweil nicht nur von ihren Kollegen und Kolleginnen vor Ort, sondern auch von Arbeitnehmervertretungen anderer Bremer Unternehmen, darunter von Siemens Windpower und der Niederlassung der Siemens AG in Bremen. 'Die Reaktionen in der Öffentlichkeit sind überwältigend, die Bevölkerung unterstützt die Arbeitnehmerseite und hat kein Verständnis für das skandalöse Vorgehen der Gesellschafter', sagt der Betriebsrat.
Nach wie vor setzen die Beschäftigten seit vergangener Woche die Mahnwache vor dem Werkstor Tag und Nacht fort, um eine denkbare Auslagerung von Maschinen und/oder Material nach Tschechien zu verhindern. Diejenigen, die für die Mahnwache über Nacht ausgeharrt hätten, seien von Kollegen selbst um drei Uhr früh noch mit Essensrationen versorgt worden, hieß es gestern.
Den Aktiven ist inzwischen auch von einer weiteren Seite der Rücken gestärkt worden: Während der gestrigen Betriebsversammlung habe sich 'das gesamte mittlere Management bei der Belegschaft für die eigene Beteiligung an der Verteilung der Kündigungen in der Nacht- und Nebelaktion entschuldigt', berichtet Herbert Strosetzky. Für heute hat sich IG Metall-Bezirksleiterin Jutta Blankau zu einer Kundgebung vor dem mdexx-Werk angekündigt.


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