Erwartungsgemäß ist Mittwoch für weite Teile der Beluga-Reederei das offizielle Insolvenzverfahren eingeleitet worden. Betroffen sind insgesamt zwölf Gesellschaften. Neben den ehemaligen Kernfirmen Beluga Shipping (operative Dachgesellschaft), Beluga Chartering (Befrachtung) und Beluga Fleet Management (Bereederung), dem Beluga College und dem Elsflether Zentrum für Maritime Forschung werden nun auch Ausbildungs-, Verwaltungs-, Offshore- und Service-Gesellschaften offiziell abgewickelt.
Ein Team von vier Insolvenzverwaltern der Bremer Kanzlei Schultze & Braun um Edgar Grönda wurde vom Bremer Amtsgericht damit beauftragt. Für das Restaurant Outer Roads, das nicht zu Beluga, sondern zum Privatbesitz des ehemaligen Reedereichefs Niels Stolberg gehört, läuft dagegen noch ein letzter Rettungsversuch.
Damit ist das endgültige Ende der vor 15 Jahren von Niels Stolberg gegründeten Schwergut-Reederei eingeleitet. Eine Rettung sei nicht möglich gewesen, hatte Grönda bereits vor Wochenfrist erklärt. „Aber es geht mit 17 Schiffen weiter“, ließ der bislang vorläufige Insolvenzverwalter mitteilen. Denn ebenfalls am Mittwoch startet die Nachfolgereederei Hansa Heavy Lift offiziell ihre Geschäftsaktivitäten. Sie wurde vom ehemaligen Beluga-Mitgesellschafter, dem US-Finanzinvestor Oaktree gegründet und übernimmt rund 70 Mitarbeiter und die verbliebenen Beluga-Schiffe. Mit weiteren Neubauten soll die Flotte bis auf 23 Schwergutfrachter anwachsen.