Das bestätigte Frank Passade, Sprecher der Bremer Staatsanwaltschaft, am Mittwochmorgen gegenüber WESER-KURIER Online. Es gehe dabei um eine Summe von 500.000 Euro, die der TV-Sender RTL im Jahr 2009 bei seinem Spendenmarathon gesammelt habe. Das Geld sollte thailändischen Tsunami-Waisen in der von Stolberg gegründeten "Beluga School for Life" zugute kommen. Stolberg soll das Geld schon einen Tag später auf ein Konto seiner Reederei überwiesen haben. Das hatte der Radiosender NDR Niedersachsen am Mittwochmorgen berichtet und sich auf eine interne Anweisung an die Buchhaltung bezogen.
Die Ermittlungen werden laut Passade voraussichtlich noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Stolberg stand bereits vor einigen Monaten im Verdacht, die Spenden der RTL-Zuschauer veruntreut zu haben. Ein Anfang April veröffentlichtes Gutachten von Wirtschaftsprüfern aus Frankfurt hatte jedoch keine Anhaltspunkte für Verfehlungen ergeben. Diese Expertise konnte die Bremer Staatsanwaltschaft allerdings offensichtlich nicht überzeugen. (jop)