| Das Wilhelm Kaisen-Quiz » |
Lazar Kunstmann, der Sprecher der Gruppe Les' UX, lacht: „Jetzt habt Ihr ein anderes Paris kennengelernt.“ Wir treffen Kunstmann in einer Bar in St. Germain. Viele Fragen werden beantwortet sodass wir langsam ein Bild von Les' UX gewinnen. Jedoch bleiben viele Fragen ungeklärt. Kunstmann vermeidet klare Aussagen. Laviert ständig hin und her. Wir fragen, ob er uns an einen Ort bringen kann, an dem seine Gruppe aktiv war, um uns ein besseres Verständnis zu ermöglichen. Kunstmann überlegt einen Augenblick und beginnt zu grinsen. „Dann kommt.“
Nach einigen Minuten stehen wir an einem Ort, der einem die Sprache verschlägt. Paris, wie es nicht viele erleben dürfen. Wir würden gern alles festhalten, aber Kunstmann blockt ab. „Absolut keine Fotos. Niemals. Wir sind zwar nicht illegal, aber wir bleiben im Verborgenen.“ Angesichts dieses Ortes verstehen wir, worum es Les' UX geht. Öffentliche Räume sind für alle da. Und Les UX' nehmen sich diese Räume und interpretieren sie in ihrem Sinne.
Verzaubert ziehen wir weiter in eine naheliegende Kneipe. Bei Cidre und Live-Musik fragen wir weiter. Auch nach den Aktivitäten im Untergrund erkundigen wir uns. Wir sind uns sympathisch und schnell wird klar: Der Abend wird zur Nacht und geht noch weiter. Mitten an einer belebten Pariser Straße treffen wir auf eine Gruppe in Overalls und Gummistiefeln, die scheinbar unbeteiligt auf einer Bank sitzt. Kunstmann begrüßt die Leute. Zusammen machen wir uns daran, eine Stahlklappe aufzustemmen, während im Hintergrund Autos vorbeifahren. Und dann verschluckt uns der Pariser Untergrund.


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