| Das Wilhelm Kaisen-Quiz » |
Sie nimmt uns mit auf eine Tour durch das hippe Viertel Beyoglu rund um den Galataturm. Steile Treppen, enge Gassen und kleine Cafés säumen unseren Weg vom „Depo“, einer unabhängigen und nicht-kommerziellen Galerie, die auch als offenes Gemeinschaftsbüro dient, über das „Garajistanbul“-Theater, die „Salt“-Galerie bis hin zum Künstleratelier von Antonio Cosentino. Trotz vieler Stationen und einigen Kilometern bleibt immer wieder Zeit für einen türkischen Tee, etwas Kebap und interessante Gespräche.
Gleich zu Beginn gibt es ein interessantes Treffen mit Asena Günal vom „Depo“, der wir neben Fragen zur Galerie auch allgemeine zur deutsch-türkischen Beziehung und der Kulturhauptstadt Istanbul im letzten Jahr stellen. Für uns besonders interessant, da wir uns ja bereits in Tallinn mit dem Thema beschäftigt hatten. Und darin sind sich unsere Gesprächspartner beider Städte einig: Der Titel „Kulturhaupstadt“ ist für die Entwicklung der Kulturszene nicht von nachhaltiger Bedeutung.
Die Tour mit Nihan ist ein besonderes Erlebnis, das wir ohne eine Ortskundige wie sie sicher nicht erlebt hätten. Besonders faszinierend: die Offenheit und Gastfreundschaft der Menschen, die, auch ohne dass wir eine feste Verabredung mit ihnen haben, bereit sind, von sich und ihrem Anteil an der Istanbuler Kunstszene zu berichten. Ein bisschen entkräftet, aber mit vielen wunderbaren Eindrücken im Gepäck verlassen wir die Stadt.


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