Sonnabend, 28. Januar: Oh, my god, war das ein langweiliges Finale gestern! Da streckt RTL die letzte Sendung noch einmal auf zwei Stunden, obwohl das Ergebnis doch ohnehin schon feststand: Brigitte ist die neue Dschungelkönigin, sie ist es völlig verdient und sie freut sich darüber so, wie andere über einen Oscar.
Bis es zur Krönung kam, musste sich der Zuschauer aber noch einmal in Geduld üben. Denn alle drei Finalisten mussten noch einmal zu Dschungelprüfungen antreten. "Oh, my god", sagte Brigitte da, weil sie das immer sagt. "Oh, my god", sagte auch Kim, weil sie das von Brigitte übernommen hat. Die Prüfungen waren dann noch einmal genau so, wie die 15 davor: Ekel-Essen, Mutprobe mit Tieren und actionreiche Kraftprobe. Die wurden wie immer gut gemeistert, zur Belohnung gab es ein tolles letztes Abendessen.
Spannung kam selbst dann nicht auf, als Rocco etwas überraschend als erster der drei Finalisten rausgewählt wurde. Während sich der Ochsenknecht-Sohn zusammen mit den Moderatoren einen Best-of-Rocco-Trailer anschauen musste, konnten Kim und Brigitte ihr Glück kaum fassen. "Oh, my god", sagten beide immer abwechselnd, was nun noch weniger überraschend war, als die Kakerlaken und Mehlwürmer in den Dschungelprüfungen.
Dann, gegen 0 Uhr europäischer und 9 Uhr Dschungel-Zeit verkündeten die Moderatoren Sonja und Dirk endlich die Siegerin. "Oh, my god", rief die zu Tränen gerührte Brigitte aus, "Oh, my god", gratulierte Kim und "Oh, my god, gottseidank ist die Sendung nur auf 16 Folgen angesetzt", dachte sich so mancher Zuschauer. Denn gegen Ende wurde es schlichtweg langweilig im Dschungel.
Jetzt sitzt Brigitte in Australien auf ihrem Holzthron und RTL hat ein Jahr Zeit, um neue, tolle Promis für die siebte Staffel zu gewinnen. Vielleicht ist ja wieder jemand mit Bremen-Bezug dabei. Torsten Frings vielleicht. Bis dahin war es das mit unserer Blogerei. Ben Binkle
Freitag, 27. Januar: Die drei Finalisten des Dschungelcamps stehen fest - und das ist mal sowas von verdient. Als letzte Kandidatin wurde am Freitag Camp-Nackedei Micaela von den Zuschauern rausgewählt. Bleiben noch Kim, Rocco und Brigitte im Kampf um den Titel des Dschungelkönigs.
Eine gute Wahl des Publikums, denn Micaelas Dauer-Nacktheit und die immer noch kleiner werdenden Bikini-Kollektionen hatten sich zuletzt doch abgenutzt. Zu viel nackte Haut ist dann doch langweilig.
Mein Tipp für's Finale: Brigitte wird das Rennen machen! Allerdings wird es ein ganz knappes Rennen zwischen ihr und Rocco. Kim ist da nur das dritte Rad am Wagen. Sollte aber Rocco Dschungelkönig werden, könnte er seine Freundin ja noch zur Königin ernennen. Ben Binkle
Donnerstag, 26. Januar: Nach Ailtons Platzverweis und seiner drolligen Verabschiedungen ("Leute, habe ein super Spaß!") ist die Stimmung im Dschungel gekippt. Noch auf dem Heimweg ins Hotel kaufte sich der "Kugelblitz" einen Hamburger und Cola. "Das ist besser als Sex mit ein Topmodel" schwärmte Ailton mit vollem Mund. Zumindest ist es für RTL einfacher zu senden. Und während Ailton beim Fastfoodessen von "Orgasmo" und "Orgasmien" fabuliert, mischte Vincent Raven das Camp im Urwald ordentlich auf.
Schon am Morgen warnt der Schweizer Zauber-Zausel seine Mitinsassen: "Ich habe spirituellen Streß!" Dieser entlud sich dann am Abend in einer ohnehin kritischen Situation: Beim Reiskochen.
Weil Kim und Rocco partout nicht auf Vincents Kochanweisung ("Eine Tasse Reis, drei Tassen Wasser!") hören wollten, rastete der Zauberer aus und wetterte gegen alles und jeden. Kim sprach er an wie einen Hund ("Sitz, Kim!"), auch Rocco und Brigitte wurden angepöbelt. Was beweist: Viele Köche verderben nicht unbedingt den Reisbrei, aber immerhin die Stimmung. Anschließend bat Raven die Zuschauer, nicht mehr für ihn anzurufen. Das Publikum erfüllte ihm den letzten Wunsch - Vincent wurde rausgewählt.
Von der schlechten Stimmung haben sich auch die Turteltäubchen Kim und Rocco anstecken lassen. Beide zickten sich gehörig an, hatten dann aber die Chance zur Versöhnung. Gemeinsam mussten - oder durften - sie bei der Schatzsuche ein Schaumbad nehmen, danach war wieder alles gut.
Weil es ganz ohne Ailton im Camp einfach zu langweilig wäre, springt Brigitte spontan ein. Dank ihren Sätzen wie "Ohne konzentrieren keine Sternen" oder "rinnen in dein Seel, alles ist weg" weht doch noch ein Hauch von Kugelblitz durch den australischen Dschungel. Die Dschungelprüfung meisterte Brigitte übrigens einmal mehr souverän - damit bleibt sie (gemeinsam mit Rocco) die große Favoritin auf den Sieg der sechsten Staffel. Ben Binkle
Mittwoch, 25. Januar: Da wacht Ailton endlich auf, tanzt und singt, badet heiter im reißenden Fluss, und schon muss er wieder raus aus dem Dschungel. Der Brasilianer bekommt am 13. Tag im Urwald nicht genügend Anrufe von den Zuschauern. Seine Reaktion auf die Entscheidung: „Das is jetz niso dramatisch.“ Die Zeit im Dschungel sei schwer gewesen, ihm habe die Kommunikation mit der Familie gefehlt. Und abgenommen habe er. „Is jetzt nur noch kleine Ailton.“ Reis und Bohnen - oh mein Gott – das sei nichts für ihn gewesen, so ganz ohne Salz und Zucker.
Inzwischen scheint wieder die Sonne im Camp. Brigitte hatte schon ihr Ende befürchtet: „Noch fünf Stunden weiter Regen und wir sind tot!“ Und der rauschende Sound des Wassers ging ihr ziemlich auf die Nerven.
Bei der Dschungelprüfung müssen dann alle sechs verbliebenen Kandidaten ran: Es gilt, festgeknotete Sterne aus einem Wasserbehälter (in dem weder Krokodile noch Kakerlaken schwimmen) zu befreien. Jedes Zweierteam muss zwei Sterne rausholen. Hände und Arme stecken dabei in Gummihandschuhen, die an dem Glascontainer befestigt sind. Ailton und Micaela scheitern an der „schweren Prüfung“ und holen nur einen Stern. Mit seinem linken Fuß kann der Bundesliga-Torschützenkönig von 2004 eindeutig besser umgehen als mit den Händen.
Was gab’s noch? Ah ja, Micaela ist ein bisschen traurig, dass Radost gehen musste. Sie habe mit ihr gute Gespräche führen können. Ach so war das! Den Zuschauern droht das Erotik-Model mit pinken Nippel-Pads. Die möchte sie tragen, wenn viele Zuschauer für sie anrufen.
Brigitte ist sehr interessiert, was da zwischen Rocco und Kim läuft. Die zwei Turteltäubchen können die Finger nicht voneinander lassen. Brigitte fragt: „Was geht los darein?“ Und als Zuschauer fragt man sich, äh, was genau will sie wissen? Eine Aufklärung gibt’s nicht.
Vincent will mal wieder raus aus dem Camp und wird bockig, als Rocco ihn auffordert, den Robo-Dance zu tanzen. Der Schweizer kann halt nisch einfach auf Befehl irgendwas. Und regt sich am Ende der Sendung noch ziemlich laut über die Zuschauerentscheidung auf. „Ihr habt falsch gerechnet!“ Julia Basic
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Ailton muss das RTL-Dschungelcamp "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" verlassen. Er erhielt von den Zuschauern die wenigsten Stimmen. Jetzt sind von ursprünglich elf nur noch fünf Kandidaten im Camp und dürfen sich Hoffnungen auf den Titel "Dschungelkönig" machen.
Vor Ailtons Abwahl hatten Dauerregenfälle den weiteren Ablauf der Show stark gefährdet. 162 Liter Regen seien innerhalb von 24 Stunden gefallen, sagte Moderator Dirk Bach. Im deutschen Januar seien es über den ganzen Monat durchschnittlich 70 Liter. "Hier sieht es aus wie in einem Flüchtlingslager nach der Oder-Flut", witzelte Bachs Kollegin Sonja Zietlow. Man rechne jederzeit mit dem Eintreffen des Bundespräsidenten. Vielleicht auch, so Bach, "weil es hier etwas umsonst gibt".
Im Laufe des Tages gibt's hier den letzten Teil unseres Dschungelcamp-Blogs.
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Wie RTL am Mittwoch mitteilt, herrscht Ausnahmezustand im Dschungel. Die aktuell ausgeschiedene Kandidatin Radost Bokel, die Moderatoren Sonja Zietlow und Dirk Bach sowie rund 150 Mitarbeiter sitzen seit sechs Uhr Ortszeit in den Bergen des australischen Regenwaldes fest, heißt es. Brücken seien überflutet und die Zufahrtstraße sei nicht passierbar. Die verbliebenen sechs Kandidaten sind laut RTL sicher versorgt. Seit Beginn der Ausstrahlung von "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" im Jahre 2004 habe es so eine extreme Notlage nicht gegeben, so der Sender.
"Die Sicherheit der Kandidaten und aller Mitarbeiter hat absolute Priorität! Sollte sich die Situation verschärfen, werden wir operativ entscheiden, ob wir evakuieren und die Show abbrechen", sagt Markus Küttner, RTL-Bereichsleiter Comedy- und Real Life-Formate, der sich vor Ort befindet.
Mehr zur aktuellen Situation im Dschungelcamp soll es in der heutigen Sendung geben.
Dienstag, 24. Januar: Busch-Bambi Radost patzt bei der Dschungelprüfung am Schnellimbiss und bekommt prompt die Quittung von den Zuschauern. Die Momo-Darstellerin muss den Dschungel verlassen. Während das Camp langsam im Dauerregen versinkt, dreht Ailton so richtig auf.
Kaum aus dem Erdloch entkommen, scheint sich der wortkarge Brasilianer auf seine Wurzeln zu besinnen und unterhält das Camp mit einer Showeinlage. Der Fußballer singt ein portugiesisches Lied und tanzt – mit vollem Körpereinsatz. Die eindeutigen Bewegungen schrecken Dschungel-Küken Kim zwar eigentlich ab, doch schließlich macht sie mit. Ailton gibt seiner Tanzpartnerin hilfreiche Tipps: „Körper ganz locker“. Für Vincent sind das zwar „total blöde Moves“. Aber es ist nicht zu übersehen, dass Ailton im Camp immer besser klar kommt.
Doch kaum locker gemacht, drückt das Gewissen. Allzu gut will Ailton sich wohl doch nicht amüsieren. Er schreibt einen Brief an seine Frau Rosalie. Natürlich wissen die Moderatoren Bach und Zietlow was drin steht: Dass alle Frauen hier hässlich sind und Ailton selbstverständlich nur an sie denkt. Für Zietlow ist Ailton der Campbewohner mit dem meisten Sexappeal. Das sei auch kein Wunder, schließlich komme er ja von Werder Bremen. Danke, das hören wir gern.
Die Dschungelprüfung wird für die einstimmig nominierte Radost, die sich sogar selbst gewählt hat, schnell zum Boomerang. Sie weigert sich, am Dschungelimbiss die Vagina einer Buschsau zu essen, auch der Penis vom Buschhirsch sagt ihr wenig zu. Zum Glück springt Kim hilfreich ein, so dass es immerhin vier Sterne gibt.
Am Tag 12 im Dschungel kommt traditionell die Feldpost. Während Brigitte und Radost sich ob der Liebesbekundungen ihrer Familien kaum halten können, nimmt Vincent nüchtern zur Kenntnis, dass es seinen Raben gut geht. Er weiß nicht einmal, wer den Brief aus der Heimat geschrieben hat. Was für ein trauriger Moment. Ailton freut sich allerdings mächtig, von seiner Rosalie zu hören. Sie wünscht ihm viel Glück und sagt ihm, dass sie jeden Tag an ihn denkt. Völlig beseelt kommentiert Ailton: „Das gute motivier und eine schön schlafen heute Nacht.“ Birgit Bruns
Montag, 23. Januar: Das Wichtigste vorweg: Ailton darf weiter im Camp bleiben und ist damit schon mindestens Siebter. Das hat sich der Kugelblitz auch redlich verdient nach seiner letzten qualvollen Nacht. Aber der Reihe nach.
Ailton musste am elften Tag zwar nicht zur Dschungelprüfung (die erledigte Rocco gewohnt souverän), aber immerhin zur Schatzsuche. Diese stand ganz unter dem Motto "Leben wie der späte Saddam Hussein", denn Ailton musste eine Nacht in einem ausgebauten Erdloch aushalten und aufpassen, dass die Kerze nicht abbrennt. Soweit kein Problem für den "Sympath-Mann" (Zitat Ailton), wäre da nicht seine Begleiterin gewesen: Ausgerechnet mit Micaela musste er die Nacht verbringen. Was sich wohl viele Männer wünschen, war Ailton gar nicht recht. "Du bist eine Frau, das ist Problem", stotterte der Kugelblitz sichtlich verunsichert. Zwar hatte sich das Erotik-Model extra eine lange Hose angezogen, dennoch war die Situation für den Ex-Werder-Profi heikel.
Wortreich wollte er die Prüfung zunächst abbrechen ("Das ist Scheiße und Langweile, wir brauchen Spaß!"), sah sich mental nicht in der Lage, mit Micaela eingesperrt zu werden ("Ailton ist frei, geht nicht, tut mir leid"). Am Ende blieb er dann doch standhaft, hielt die Kerze am Brennen und ließ die Finger von Micaela.
Etwas Gutes hatte die Nacht im Erdloch dann doch noch. Immerhin verpasste Ailton so den völlig absurden Zickenstreit über die Größe der Essenstrationen, die Rocco im Camp mit Jazzy und Radost anzettelte. Denn eines muss man Micaela ja lassen: In Sachen Zickerei hält sie sich angenehm zurück. Die Quittung gab es dann von den Zuschauern. Dschungel-Proll Jazzy wurde rausgewählt, es wird also deutlich ruhiger in den kommenden Tagen. Ben Binkle
Sonntag, 22. Januar: Ramona ist raus, aber sie geht "mit einem unglaublichen Potenzial an Stärke und Selbstvertrauen". Das klingt fast wie eine Drohung - aufpassen ZDF, da wird demnächst vielleicht jemand am Tor rütteln.
Acht Camper bleiben zurück und hoffen auf Jazzy und Radost, die auf Schatzsuche gehen und mit einer schicken Kiste zurückkommen. Statt der erhofften Zigaretten ist dann aber nur ein Fläschchen Massageöl die Ausbeute. Enttäuschung auch bei Ailton, der ein paar unverständliche Silben zum allgemeinen Gemaule beiträgt. Da darbt man tagelang im Dschungel, und dann gibt es zwar Flüssiges, aber nur zur äußeren Anwendung. Die einzige, die das Beste daraus macht, ist Micaela.
Gut eingeölt muss diese dann zur nächsten Dschungelprüfung. Dafür hat sie sich eine Art Borat-de-Luxe-Badeanzug angezogen und offenbart polyglottes Wissen: "In Amerika laufen die alle so herum". Das Outfit stürzt Ailton wieder in sichtbare Beklemmung. Oder ist es Neid? "Ich habe so einen Badeanzug nicht", enthüllt er, vielleicht kann er das knappe rote Teil ja mal leihen?
Erst einmal werden der Borat-Anzug samt Micaela aber so richtig schmutzig. Das Model muss durch eine glitschige Pipeline kriechen, drei von acht Sternen rettet sie vor Spinnen, Mehlwürmern und Ratten. Rausgewählt wird heute keiner, und Ailton nutzt die Gelegenheit, mit einem Missverständnis aufzuräumen - er will noch nicht nach Hause, möchte unbedingt noch ein paar Tage bleiben, daher "rufi bitte an". Oder so ähnlich. Iris Hetscher
Samstag, 21. Januar: Na also, es geht doch: Am Samstagabend hat Ailton gemeinsam mit Brigitte gezeigt, dass er das Zeug zum Dschungelhelden hat. Die beiden gingen gemeinsam auf Schatzsuche und mussten dafür in Anglerhosen schlüpfen. Aufgabe war es, einen Behälter mit Wasser zu füllen, das zuvor von Brigitte in Ailtons Hose geschüttet wurde. Dieser musste sich wiederum von seiner gelenkigen Seite zeigen und die Flüssigkeit in eine Holzrinne laufen lassen. Brigitte spielte danach ihrerseits das Transport-Behältnis. Und so gelang es den beiden Teamplayern den Schatz in Form von Schokolade ins Camp zu bringen.
Doch bevor es dazu kommen konnte, sah es fast so aus, als wollte der Kugelblitz aussteigen. Der Abgang seines „Bruders“ Daniel Lopes setzte ihm offenbar sehr zu: „Ohne dich geht nix! Heute ist mein letzter Tag, egal was passiert.“ Und wie es auch schon in seiner Karriere als Fußball-Profi war: „Ohne Spaß Ailton funktioniert nicht.“ Da fehlt doch eindeutig ein Schaaf, eine Person, die den Brasilianer einfühlsam aber knallhart zu motivieren weiß.
Wie gut, dass im Camp ganz unterschiedliche Charaktere sitzen und so übernimmt Brigitte Nielsen schließlich beherzt die Rolle des Trainers: „Ich akzeptiere das nicht. Ich sage nur, du bist ein Sportsmann, das Spiel hat begonnen und dann kannst du noch einen Tag länger bleiben.“ Und noch einen Tag, und noch einen, und noch einen… Wir werden es sehen.
Ailtons Aufruf an seine Fans, doch bitte nicht für ihn anzurufen, damit er endlich gehen kann, fruchtete nicht. Er sitzt weiterhin im Dschungel. Dafür darf sich Ramona zu Daniel ins Luxus-Hotel gesellen. Irgendwie schade, dass sie jetzt gehen musste. Sie schien sich gerade zu fangen und zu erkennen, was bei ihr im Argen liegt. Ihre mitunter herrische Art sieht sie in ihrer arg behüteten Kindheit begründet. „Ich durfte nichts. Nicht mal kochen oder bügeln.“ Geschweige denn im Dreck spielen. Ob sie in Freiheit nun dieses Trauma weiter aufarbeiten wird?
Die akutelle Dschungelprüfung lief relativ unspektakulär ab. Rocco und Kim traten gemeinsam an, um sich in verschiedene Gräber zu legen, die mit den üblich Krabbel-Viechern und einem Krokodil gefüllt waren. Eigentlich konnten sie alle neun Sterne erbeuten, doch Roccos kleine Schummelaktion führte zum Abzug eines Sterns.
Bleibt zu hoffen, dass Ailton heute der nächste Kandidat für eine Dschungelprüfung ist. Er braucht Beschäftigung. Er muss sich nützlich fühlen und sein Team zur Meisterschale fühlen. Brigidde, mach Ailton glücklich! Simone Gorecki
Freitag, 20. Januar: Schluss mit dem Vorgeplänkel, jetzt geht es ums Ganze. Seit Freitagabend fliegt der Promi aus dem Camp, der die wenigsten Anrufe verbuchen kann. Eigentlich sollte das eine Strafe sein, denn wer möchte seinen Lebenslauf nicht mit dem Titel „Dschungelkönig“ aufpeppen?
Doch irgendwie beschleicht den Zuschauer das Gefühl, die meisten Insassen wären gar nicht so unglücklich über den Rauswurf. So ist Daniel Lopes` erste Reaktion, nachdem er erfuhr, dass er gehen muss ein strahlendes: „Ja! Eine Woche im Hotel!“ Recht hat er. Endlich ein kuscheliges Bett, eine Dusche und vor allem: Keine Ramona. Die ehemalige Fernsehgarten-Moderatorin zeigte sich auch am achten Tag von ihrer wahnsinnigen Seite. Sie nimmt nichts mehr wahr, möchte auch keine anstrengenden Aussprachen über sich ergehen lassen. „Ach naaaaaa, ich mag nicht. Nein, dann müsste ich ja auch etwas sagen“, bespricht sie mit sich selbst, nachdem Jazzy sie um ein klärendes Gespräch gebeten hat.
Auch Martin Kesici vermasselt sie den großen Abgang, indem sie erst einmal ihr Programm durchziehen möchte und ihre Kindergartentruppe zum gesammelten Hinsetzen nötigt. Doch bei all dem Gezänk, das Ramona, Jazzy, Micaela, Daniel und Radost miteinander austragen, geht einer völlig unter: Unser Ailton. Ja, er ist noch dabei. Jedenfalls körperlich. So ganz scheint er jedoch nicht zu begreifen, was das alles soll. Wahrscheinlich grübelte er gerade darüber nach, als Brigitte vor ihrer Dschungelprüfung die versammelte Belegschaft abklatschen wollte und bei Ailton mit einem „Schläfst du?“ landete. Wohl kaum.
Ailton ist ein großes Geheimnis. Was heckt er aus? Will er die peinliche Show einfach über sich ergehen lassen? Des Geldes wegen einfach durchziehen? Kennt man Ailton ein wenig, kommt man schnell zu dem Schluss: Nein. Für diszipliniertes Durchhalten ist der Kugelblitz an der Weser nicht gerade bekannt. Es muss also mehr dahinter stecken. Bestimmt ein ausgebuffter Plan. Nicht einmal Daniel Lopes scheint zu wissen, was er wirklich ausheckt. Der versteigt sich im Bild-Interview nach seinem Rauswurf zur irrigen Aussage, Ailton wolle schon seit drei Tagen aussteigen.
Bald, ja bald wird er sicher sein wahres Gesicht zeigen, mit Vollgas an den anderen vorbei ziehen und den Thron besteigen. Einzig Brigitte Nielsen könnte ihm gefährlich werden. Die Rampensau sorgte für gute Stimmung bei der Dschungelprüfung namens „Winterschlussverkauf“ und konnte fünf Sterne erbeuten. Doch es ist noch alles drin, die Rückrunde hat gerade erst begonnen. Simone Gorecki
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Wie RTL am Freitag mitteilt, hat Martin Kesici das Dschungelcamp verlassen. Um die Gründe macht der Sender bisher noch ein Geheimnis und verweist auf die heutige Sendung.
Donnerstag, 19. Januar: Kann das sein, dass seit Beginn der neuen Staffel dies der langweiligste Tag im Dschungelcamp war?! Wahrscheinlich hat sich Ailton das auch gedacht, und einfach mal Pause gemacht. Nun ja, es ist allseits bekannt, dass man am siebten Tag ruhen soll. Also, warum dann es nicht mal mit Ruhe und Gemütlichkeit probieren?
Die anderen halten schon den Laden am Laufen, wie man so schön sagt. Vorneweg, die neue Teamchefin Ramona. Emsig wie ein Bienchen teilt sie gleich ihre Arbeiter für Küchendienste ein. Es ist etwas schwierig das Tempo mitzuhalten, in dem Ramona alle in Gruppen einteilt. Aber mal ehrlich, interessiert es irgendjemanden, ob Ailton an dem Tag im „Kochen, kochen, kochen“-Team oder im „Spülen, spülen, spülen“-Team ist? Nein! Ihm selbst scheint es schnurzpiepegal zu sein. Denn Ailton ruht.
Und während Ailton dem Müßiggang frönt, regen sich seine Mitcamper über Micaelas Nacktschwäche auf. Irgendetwas muss man doch tun, wenn es langweilig wird. Den Vogel schießt aber Magier Vincent ab: In einer ausgeklügelten Rosamunde-Pilcher Dramaturgie – nur ohne Liebesgeschichte – baut er den Spannungsbogen über einer stinkenden Wassergrube hängend auf.
Im „Drahtseil-Akt“ verliert er den Zweikampf gegen Rocco, fällt in das stinkende Wasser und fühlt sich in der Seele beschmutzt. Der Moment seiner emotionalen Krise intensiveiert sich, als er beschließt das Camp zu verlassen. Die Gruppe ist bestürzt, entsetzt, fassungslos – nur Ailton ruht. Der Konflikt muss gelöst werden, aber wie? Na klar, einfach den Gestank abwaschen. Nach einem erfrischenden Bad ist Vincent wieder sauber – Happy End und damit laaaaaangweilig!
Sogar Martins Dschungelprüfung war langweilig: Quizfragen beantworten, während Aale und Frischwasser-Krokodile um ihn herumschwimmen und fünf Skorpione auf seinem Kopf sitzen. Aber warum aufregen? Wir sind doch hier im Dschungel, das ist der natürliche Lebensraum dieser Tiere. Schließlich ist das hier kein Ponyhof. Sieben Sterne hat Martin erspielt. Ailton ruht. Schnarch.
Aber am Freitag, da geht’s bestimmt rund. Denn Nackedei Micaela muss zur Dschungelprüfung antreten – und alle dürfen zuschauen. Also Ailton, AUFWACHEN!! Barbara Debinska
Mittwoch, 18. Januar: Nein, Ailton war gar nicht gut drauf. Schlechtes Wetter im Camp, Ärger wegen seiner Wildpinkelaffäre - und dann musste der Kugelblitz auch noch zur Dschungelprüfung. Die Angst davor war ihm deutlich anzumerken. "Momentan ist schlechte Zeit für mich", sagte Ailton am Morgen und stülpte dabei die Unterlippe noch etwas weiter nach vorne. Ganz so, wie er es immer machte, wenn ihn Thomas Schaaf mal auf die Bank setzte.
Doch dann kam die Sonne raus, Ailton stapfte in Unterhose durchs Camp und Micaela zog natürlich wieder komplett blank. Aber anders als Wildpinkeln ist Erregung öffentlichen Ärgernisses offenbar keine Straftat im Dschungelcamp.
Apropos Wildpinkeln: Für sein Wasserlassen im Camp wurden Ailton und Mitpinkler Martin jetzt mit drei Tagen Spüldienst bestraft. "Das ist Arbeit für die Frau", ärgert sich Ailton, der für die Strafe kein Verständnis aufbringt. "In Deutschland alle Leute wild pinkeln in die Straße", versucht sich der Ex-Werder-Star zu rechtfertigen - seine eigentlich nur sehr kurze Zeit in Gelsenkirchen und Duisburg scheint seine Sicht auf Deutschland stark geprägt zu haben.
Und dann kam endlich die Dschungelprüfung. Doch haben sich die HSV-Fans unter den Zuschauern zu früh gefreut, denn Ailton kam sehr glimpflich davon. Anstatt Kakerlaken zu essen oder gegen Krokodile zu kämpfen, musste er lediglich als von Ramona Leiß gelenkter Kirmes-Greifarm große Sterne aus einem Tümpel fischen und diese in eine Kiste werfen. Schleim und ekliges Getier gab es nur für Ramona, Ailton plantschte lediglich etwas im trüben Gewässer herum. Fünf Sterne sammelte das Duo am Ende.
Da waren gute Laune und Selbstvertrauen schlagartig wieder zurück beim Fünf-Sterne-Ailton. Großmäulig kündigte er an, schon für die nächste Prüfung bereitzustehen: "Für mich ist kein Problem, Ailton ist nämlich stark!" Beweisen muss er diese Behauptung nicht: Zur Dschungelprüfung muss sein Mitpinkler Martin. Ben Binkle
Dienstag, 17. Januar: Ach, Ailton. Nach fünf Tagen Dschungelcamp solltest auch Du wissen, dass es eine Rund-um-die-Uhr-Kameraüberwachung gibt. Das bedeutet: Kein Falschpinkeln im trügerischen Schutz der Nacht. Ausgerechnet damit in den Fokus einer Sendung zu geraten ist nun wirklich nicht schön, noch ungünstiger ist es, das auf Nachfrage nicht zuzugeben. Ganz anders Dein Mit-Pinkler Martin Kesici - der outete sich, kaum hatte Chefin Jazzy die entsprechende Frage gestellt. Immerhin hast Du schließlich Reue gezeigt, aber nicht ohne verbale Trotzreaktion: "Fuck you, Scheiße Toilette hier." Rocco weiß damit nichts anzufangen: "Ich verstehe Deine Rede nicht". War ja eigentlich eindeutig, die Aussage.
Dauerregen ("Ist ja voll der Fluss hier") und Probleme rund um die richtige Nutzung des Dschungel-Lokus´ haben den Dienstag im Camp bestimmt. Außerdem der erste dramaturgisch geschickt gesetzte Höhepunkt: Daniel Lopes rief "Ich bin ein Star, holt mich hier raus" - Schock, betretenes Schweigen sogar bei Micaela, Treueschwüre sogar bei Ailton ("Er ist meine Bruder"). Aber keine Angst, Daniel hat das wieder zurückgenommen. Nicht sofort natürlich, sondern nachdem eine ebenfalls dramaturgisch geschickt bestimmte Zeitspanne vergangen war.
Was noch geschah? Martin und Brigitte erbeuten auf Schatzsuche Kaffee und Gewürze, Ramona und Vincent müssen auf einen sogenannten Weihnachtsmarkt und pürierte Kakerlaken sowie Fischaugen zu sich nehmen. Noch ein Satz zu Vincent. Der ist nicht nur die vielleicht wunderlichste Figur im Camp, sondern auch ein echt rückständiger Bergschrat, wie seine Äußerungen zur Rolle der Teamchefinnen bewies: "Frauen in Führungspositionen sollte man immer auf die Finger schauen". Nun ja, der Mann kommt aus der Schweiz, wo Frauen ja auch noch nicht allzu lange politisch mitbestimmen dürfen.
Am Mittwochabend geht es mit einem Highlight für alle Ailton-Fans weiter. Endlich, endlich muss auch der Kugelblitz zur Dschungelprüfung, gemeinsam mit Ramona. Go for it! Iris Hetscher
Montag, 16. Januar: Die Dschungeltruppe hat schlechte Laune: Ramona denkt laut darüber nach, das Camp zu verlassen: "Ich mache das, was ich für richtig halte. Ich möchte gerne nach Hause, ich habe jetzt die Schnauze voll." Daraufhin analysiert Ailton messerscharf: "Sie hat keine Kraft mehr." Zumindest hat Ramona genügend Energie, um viel und laut über die Unordnung im Lager zu schimpfen. Und am Ende bleibt sie doch.
Ailton macht sich inzwischen mit Micaela auf den Weg zum Badetümpel. Während der Brasilianer die Badehose netterweise anlässt, steigt Micaela nackt ins Wasser. "Das ist so eine Provokation", stellt Ailton kopfschüttelnd fest: "Ich muss aufpassen, ich habe eine Frau zu Hause in Mexiko". Rosalie wird dort sicherlich nicht begeistert gewesen sein, als Ailton dann für ein paar Sekunden doch noch Hand an Micaelas nackten Busen legt, anschließend erschrocken die Flucht ergreift und dem Model damit ein leichtes Grinsen entlockt.
Bei den anderen Dschungelcamp-Bewohnern ist ebenfalls so einiges los: Auf der Suche nach mehr Nikotin wird Kettenraucher Vicent inzwischen immer nervöser, weil sein Versuch, im Camp Zigaretten zu schnorren, erfolglos bleibt. Auch Vincent spielt mit dem Gedanken, aufzuhören.
Bei der Dschungelprüfung angelt Jazzy in mit Ratten, Schlangen und Fischabfällen gefüllten Loren nach Sternen, hat aber Probleme, die verknoteten Sterne zu lösen. Deswegen gibt es für jeden Bewohner nur eine halbe Portion Essen.
Der Dauerregen nervt inzwischen alle Bewohner, die zum Teil befürchten, das Camp wegen Überschwemmung verlassen zu müssen. "Mit diese Wetter ist es ein bisschen schwer", kommentiert ein nachdenklicher Ailton.
Von einer Dschungelprüfung ist der Brasilianer nach wie vor weit entfernt. Was ihn nicht weiter stört und ihm ein leises "Merci" entlockt. Stattdessen trifft es Ramona und Vincent, die ein paar Wochen nach Weihnachten auf den "Christkindlmarkt" geschickt werden. Daniel Stöckel
Sonntag, 15. Januar: Nach drei Tagen bricht im Dschungelcamp mehr und mehr der Lagerkoller aus. Magier Vincent hat keine Kippen mehr, Jazzy zickt in Richtung Rocco, auch Ramona Leiss beschwert sich beim Ochsenknecht-Sohn, weil dieser "uns aller Bereich", wie es die Ex-Knoff-Hoff-Moderatorin ausdrückt, immer mehr verdrecken lässt. Und Ailton - der bleibt eine Randfigur. Der Brasilianer gehört zu den Promis mit der geringsten Fernseh-Präsenz und versteckt sich zumeist nur wortkarg unter seinem Hut.
Ailtons Tagesablauf am Sonntag im Zeitraffer: Erst inspizierte er den Mini-Bikini von Erotik-Model und Plappermaul Micaela Schäfer (die im übrigen zeitgleich auf dem Konkurrenzsender "Vox" beim "Perfekten Promi-Dinner" extrem erfolglos zu kochen versuchte) aus der Nähe, anschließend begleitete er Kumpel Daniel Lopes "als Verstärkung" zur Dschungelprüfung und verabschiedete diesen mit den Worten "Banan, Melone". Das nämlich wünschte sich Ailton zum Abendessen. Lopes sammelte im Labyrinth mit vielen Ekel-Tieren immerhin sieben Sterne - Melone gab es dafür zwar nicht, aber immerhin Krokodilschwanz mit Gemüse.
Dass Ailtons Sprachprobleme auch ein Vorteil sein können, zeigte seine Rolle in den ewigen Diskussionen und Gesprächskreisen. Als sich Micaela von der enorm belehrungsfreudigen Ramona Leiss über lesbische Liebe aufklären ließ, stand der "Kugelblitz" irritiert und sprachlos daneben, musste dann aber doch noch zum Dauerthema "schwule Fußballer" Stellung nehmen. "Schwul mit schwul ist für mich nicht so schön", sagte Ailton. Dann doch lieber der Bikini von Micaela Schäfer.
Bei so wenig Präsenz wundert es nicht, dass Ailton auch am Sonntag nicht zur Dschungelprüfung gewählt wurde. Dieses Mal muss Sängerin Jazzy ran. Ben Binkle
Samstag, 14. Januar: Viel dreht sich an diesem Tag um die Nahrungsaufnahme. Natürlich auch bei Ailton. Sein zunächst wichtigster Gesprächsbeitrag ist die Frage, was es wohl am Morgen zu essen gibt. Nicht besonders überraschend lautet die Antwort seiner Mitbewohner: Reis und Bohnen. Um deren korrekte Zubereitung übrigens heftig diskutiert wird: Müssen sie vor dem Kochen drei oder sogar zwölf Stunden eingeweicht werden?
Ailton streitet nicht mit, er kommt erst mal wieder ohne viele Worte aus. Auch eine Auseinandersetzung zwischen dem redseligen Teamchef Rocco und Daniel entschärft der Brasilianer im australischen Dschungel, indem er einfach nur stumm dazwischen geht und die beiden Streithähne trennt.
Bei Micaelas Hilferuf nach einer starken Schulter zum Ankuscheln ist ihm immerhin zu entlocken, dass Micaela eine sehr attraktive Frau ist. Und mindestens genauso wichtig: Als Gentleman stellt Ailton dem Fotomodell die starke Schulter nach kurzem Zögern selbstverständlich zur Verfügung. Da zeigt Ailton wieder, warum man ihn einfach irgendwie nett finden muss. Der Lohn: Sympathiepunkte bei Micaela, die Ailtons starke Oberschenkel übrigens auch sehr attraktiv findet.
Wenn der Freitag zum Vergleich herangezogen werden darf, hätte sich Rocco an Ailtons Stelle sicherlich mehr mit Micaela beschäftigt. Der Ochsenknecht-Sohn befasst sich mittlerweile aber lieber mit Kim, die Rocco übrigens genauso süß findet wie er sie. Auch bei Jazzy und Daniel macht sich der Wunsch nach menschlicher Nähe breit und Daniel entlockt Jazzy bei einer Rückenmassage das ein oder andere lustvolle Stöhnen.
Weniger kuschelig geht es für Kim bei der Dschungelprüfung zu. Insgesamt vier Sterne ergattert das Nesthäkchen bei ihrem Einsatz im Aufzug und beim Herumtasten in von Kröten, Schlangen beziehungsweise Krokodilen bewohnten und von Dirk Bach fest verschlossenen Schraubdosen. Trotzdem ist die Stern-Ausbeute aber als mager anzusehen - da hat Kim auch Vincents Glücks-Amulett, verbunden mit kosmischer Energie, nicht genug gebracht, um richtig abzuräumen.
Vielleicht ist das auch der Grund dafür, dass Ailton vor seiner Schatzsuche mit Jazzy von Cola, Schokolade und einer großen Pizza träumt. Egal - auch ein hungriger Ailton weiß, wann er vollen Einsatz geben muss. Hat er das eigentlich schon bei Werder oder erst beim Malocherklub FC Schalke 04 gelernt? Und das ist die Herausforderung: Nach einigen Runden auf einer rotierenden Scheibe (Achtung Drehwurm!) einen goldenen Schlüssel schnappen, der mit jeder Sekunde höher ins Dschungelgeäst gezogen wird.
Ailtons Kampfansage: „Das ist wie Fußballspiel. Musst Du immer gewinnen.“ Aber auch die Dschungelwirklichkeit hat Parallelen zum Fußball: Erst hat man kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu. Im ersten Versuch verfehlt ein schwindliger Ailton den Schlüssel - wenn auch nur gaaaaaaaaaaaaaaaaanz knapp. Erklärungsversuche wie nach einem verlorenen Fußballspiel: „Mein Kopf ist ein bisschen konfus.“
Macht nichts, selbiger Kopf hängt nur kurz und nach ein bisschen Trost von Jazzy geht es weiter. Immer nach vorne schauen! Und am Ende wird Einsatz eben doch belohnt. Ailton sichert sich den goldenen Schlüssel im zweiten Versuch souverän und feiert seinen Erfolg wie zu besten Bundesligazeiten: “Das ist Ailton!!!“ jubelt der Brasilianer. Dass seine Mitbewohner anschließend die Quizfrage falsch beantworten und es als Trostpreis nur eine CD mit Dschungel-Hits für die Truppe gibt, dürfte Ailton keinen mentalen Knacks zugefügt haben. Es bleibt allerdings der Hunger. Und zwar nicht auf das gewohnte Essen, denn beim Bohnenkochen war von Ailton nichts mehr zu sehen.
Die Dschungelprüfung bleibt ihm auch am Sonntag erspart, stattdessen muss Daniel versuchen, möglichst viele Sterne für eine vernünftige Mahlzeit an Land zu ziehen. Daniel Stöckel
Freitag, 13. Januar: Uff, das geht ja gut los. Noch nie Dschungelcamp geschaut und dann gleich eine Fast-Drei-Stunden-Sendung. Zum Auftakt gibt's eine skurrile Vorstellungsrunde der Teilnehmer in einem Luxushotel. Küsschen hier, Küsschen da, "lovely to meet you" und so weiter. Was sind das für Leute? Einer bezieht seinen angeblichen Promi-Status nur daraus, ein verstoßener Sohn Uwe Ochsenknechts zu sein. Uwe who? wird sich Brigitte Nielsen da gedacht haben. Die runderneuerte Dänin hat noch am meisten Promifaktor von allen. Hollywood.....da wird sogar Ramona Leiß schwach, die ansonsten gleich den Part der Super-Quenglerin übernimmt.
Dann kommt ...Ailton! Auch er ist nicht allen anderen so richtig bekannt. Ex-"Tic-Tac-Toe"-Schreihals Jazzy freut sich, dass er mal bei Schalke gespielt hat. Hallo? Schalke? Dann fallen doch noch die erlösenden Worte "Du warst lange bei Werder Bremen, nicht wahr?". Und der Kugelblitz strahlt. Könnte sich auch eigentlich wohl fühlen in der Runde, die mit elf Männern und Frauen exakt Fußballteam-Größe hat. Doch Größe ist, das wissen wir ja, kein Garant fürs Wohlfühlen.
Außerdem hat Ailton gleich einen fiesen Spottnamen von Moderatorin Sonja Zietlow verpasst bekommen: Er ist "der Mann ohne Hals". In der ersten Folge ist er aber vor allem der Mann fast ohne Worte. Ailton fremdelt. Brabbelt ein bisschen mit Nielsen und dem Fotomodell Micaela Schäfer, planscht tapsig im Pool, steht ansonsten im frisch bezogenen Camp herum wie Falschgeld. Auch die erste Prüfung geht an ihm vorbei, obwohl er die Startnummer 01 für alle, die anrufen wollen, hat. Micaela und der ungeliebte Ochsenknecht-Spross müssen lebende Maden essen und sich mit Würmern bewerfen lassen. Ailton sitzt am Feuer und zeigt eine Machete herum. Der Ex-Stürmer wird auch am Samstag nicht geprüft, sondern eine 19-Jährige namens Kim Gloss. Iris Hetscher











