02.04.2010

Avantasia - Angel Of Babylon/The Wicked Symphony

Von Alexander Diehl
Heavy Metal mit Überlänge: Der vierte Avantasia-Streich ist ein Doppelschlag.

Welches Album hätten's denn gern? "Angel Of Babylon" oder "The Wicked Symphony"? In beide passen 60 Minuten edlen Melodic Metals. Zwillinge sind sie nicht, eher Brüder, denen die Verwandtschaft deutlich anzusehen ist. Sie zögern noch? Zusammen sind sie ebenfalls zu haben, als Deluxe-Doppel-CD-Boxset mit Buch. Jawohl, da hat sich jemand für Avantasia mächtig ins Zeug gelegt.

Kein Wunder, schließlich besuchte der Vorgänger "The Scarecrow" mal eben die Top Ten der deutschen Charts. Das war insofern erstaunlich, als sein Inhalt weitestgehend traditionelle Werte transportierte. Verantwortlich dafür: Tobias Sammet, der als charakterstarker Sänger bereits seit Ende der 90er-Jahre mit Edguy von sich reden macht. Ihn als Ausnahmetalent zu bezeichnen, ist sicher nicht übertrieben.

Konsequent wird an "The Scarecrow" angeknüpft. Kein Zurück zum streng umgesetzten Konzeptalbum der Frühzeit. Erneut können die Songs für sich alleine stehen, und was bei einem Doppelpack befürchtet werden muss, tritt prompt ein: Die Ausgewogenheit verleitet dazu, sich sein eigenes "Best Of" zusammen zu basteln. Beide Alben besitzen ein Eröffnungsstück, das in über neun Minuten eine Einführung in die Avantasia-Welt gibt. Beide besitzen Ohrwürmer, Exoten, Abgehnummern, gefühlvolle Verschnaufpausen.

Es wird schwer fallen, sich für eine der beiden CDs zu entscheiden - nicht zuletzt, weil die durch Gastmusiker aufgepeppten Leckerbissen ebenfalls fein säuberlich verteilt wurden. Nach Alice Cooper auf "The Scarecrow" darf diesmal Jon Oliva mit "Death Is Just A Feeling" (auf "Angel Of Babylon") die dunklere Seite vertreten, während Scorpions-Frontmann Klaus Meine die Single "Dying For An Angel" (auf "The Wicked Symphony") unterstützt. Auch Sängerin Cloudy Yang und Tim "Ripper" Owens (ehemals Judas Priest) können als Ausrufezeichen der jeweiligen Platte herbeigezogen werden.

Russell Allen (Symphony X) ist ebenfalls am Mikrofon neu dabei, Jorn Lande immer häufiger, Michael Kiske wieder einmal, ebenso wie Bob Catley (Magnum). Sascha Paeth und Eric Singer (Kiss) bilden inzwischen schon die Stamm-Mannschaft, Bruce Kulick (ehemals Kiss) und Jens Johansson (Stratovarius) veredeln die Instrumental-Fraktion. Starkes Aufgebot für zwei ebenso starke Alben, die sich leider an einigen Stellen gegenseitig den Weg zum Meistertitel versperren.

Informationen zur CD
Titel:Angel Of Babylon/The Wicked Symphony
Band/Interpret:Avantasia
Genre:Heavy Metal
Label:Nuclear Blast
Vertrieb:Warner
EAN-Code:0727361247829
Veröffentlichung:02.04.2010
Bewertung:ausgezeichnet





Alles rund ums Thema Kino

Videos, Trailer, Kritiken, Interviews, Hintergrundberichte zu aktuellen Kinofimen gibt es in unserem Kinobereich. mehr »

WESER-KURIER Kundenservice

Wetter - Mittwoch, 08. Februar

Temperatur:
-1°C / -6°C
Vormittag: bedeckt Nachmittag: bedeckt
40%   Regenwahrscheinlichkeit:
Das Wetter wird präsentiert von

Tickets

Karten für Theater, Konzerte und andere Veranstaltungen gibt es in unserem Ticketshop. mehr »