Dies kritisierte der Bundesverband der Medizinstudierenden (BVMD) auf seinem Jahreskongress am Freitag (4. Dezember) in Jena. Auch der Anteil mündlich-praktischer Prüfungen sei zu gering, sagt BVMD-Präsident Dominique Ouart. In Deutschland studieren rund 80 000 junge Menschen Humanmedizin, an 36 Universitäten gibt es medizinische Fakultäten. Auf dem Kongress beraten bis Sonntag (6. Dezember) 400 angehende Ärzte.
«Angeleitete Patientengespräche gibt es an den meisten Fakultäten nur sporadisch», sagte Ouart. Bei den Prüfungen dominierten Fragebögen mit vorgegebenen Antworten, von denen die richtigen angekreuzt werden müssten. Er beklagte auch, dass in Praktika an den Universitätskliniken zumeist Assistenzärzte die Medizinstudenten betreuen müssten. «Da fehlt der fachärztliche Überbau, Assistenzärzte sind ja selbst noch in der Ausbildung.» (dpa)