Hier ist so etwas nicht möglich, weder auf der Hotelwiese noch auf dem Marktplatz. Zu kompliziert, zu teuer, zu viel Aufwand, zu viel Personalbedarf. Und dann ist da noch die Marktordnung, die so etwas nicht zulässt. Da schreien sie wieder, die Bedenkenträger und Paragrafenreiter, die auch im jüngsten Kulturausschuss (siehe Seite 2) wieder allen Ideen im Weg standen. 10000 Euro für eine "Nacht der Jugend", wie sie in Bremen seit Jahren erfolgreich läuft, oder einen noch viel geringeren Beitrag für einen öffentlichen Bücherschrank in der Innenstadt - Verwaltung und Politik taten sich wieder mal schwer, etwas anzuschieben.
Stattdessen wurde intensiv überlegt, welcher andere Fachausschuss mit seinem Etat wohl zuständig sein könnte. Wenn Jugendliche nachts im Rathaus diskutieren, Theaterszenen verfolgen und Livemusik lauschen - nein, das muss nicht in den Jugendhilfeausschuss. Wenn ein minimal öffentlichen Grund verschlingender Schrank mit Büchern aufgestellt werden soll - das muss nicht in den Planungsausschuss.
Wie wäre es, wenn einfach mal etwas Neues ausprobiert wird - für die Bürger und fürs Image der Stadt?



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