Allein zehn Polizeitransporter waren entlang der Delme zwischen Markt Eins und Rathaus aufgereiht, rund 60 Polizisten waren - teils mit Hunden - im Einsatz. Der DGB organisierte eine eigene Mahnwache vor dem Markt Eins, die Antifa-Leute versammelten sich vor der Markthalle, wo sie sich hinhockten. Einen nach dem anderen zogen die Polizisten heraus, nahmen die Personalien auf und sprachen Platzverweise aus. 'Es sind etwa 40 bis 50 Autonome', erklärte Einsatzleiter Uwe Vierke. Und ebenso viele Platzverweise seien es gewesen.
Und zwar bevor überhaupt die Mahnwache der Rechtsextremisten (zehn Teilnehmer waren angemeldet) beginnen sollte. Warum es zu Platzverweisen kam, erklärte Vierke so: 'Sie sind vermummt durch die Stadt gezogen und hatten im Vorfeld im Internet zu Gewalttaten aufgerufen.' Die Rechtsextremisten kamen fast eine Stunde später als angekündigt. Laut Vierke eine abgesprochene Sache, damit die Seiten nicht aufeinander prallen. Er hoffte, dass es dazu nicht noch zu einem späteren Zeitpunkt kommen würde.
Unterdessen fand im Rathaus die Ausstellungseröffnung statt, die vom Niedersächsischen Verfassungsschutz initiiert wurde. Hausherr und Oberbürgermeister Patrick de La Lanne, Maren Brandenburger vom Verfassungsschutz und Polizeirat Heinz Schevel begrüßten die Gäste. Die Ausstellung informiert über die Erscheinungsformen des Rechts- und Linksextremismus. Neben einem kurzen Film informieren Schautafeln die Besucher. Die Ausstellung ist montags bis donnerstags von 15 bis 18 Uhr zu sehen, vormittags steht sie Klassen ab dem achten Jahrgang zur Verfügung.




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