Der Doppeltag ging für Eilers/Alvermann schon gleich unschön los. Dabei spielten sie sogar in ihrer Heimhalle, ihrem Domizil an der Friedrich-Ebert-Allee – und nicht wie geplant in der Stadtbadhalle. Dort richteten die Basketballer des Delmenhorster FC ihr Turnier aus, und eigentlich sollten die beiden Klubs am Sonntag die Halle tauschen. „Aber wir hatten am Samstagabend durchgerechnet, dass wir auch mit sechs Feldern hinkommen“, sagte Eilers. Also beschloss der DFC, nicht umzuziehen. „Und das war wohl auch gut so“, fügte Heinz-Günter Lange, Vorsitzender des DFC, an. Er war Sonntagsvormittag in der Halle am Stadtbad.
Und dort fand er die vom Vorabend reichlich gezeichneten Basketballer vor, wie er berichtete. „Die hätten wir nie rechtzeitig aus der Halle bekommen, um pünktlich anzufangen“, sagte er. Und dank einer straffen Turnierorganisation wurde die Doppelrangliste trotz der zwei fehlenden Felder zügig über die Bühne gebracht.
Aber zurück zu Tim Alvermann und Frank Eilers, die in der ersten Runde auf die beiden Peiner Andreas Becker und Timo Sperber trafen. Die sind schlagbar. Auch wenn Alrvermann/Eilers gewiss kein Traumdoppel sind. Aber die die Delmenhorster verloren 11:21, 21:23. Was an sich ja mal passieren kann. Aber das Wie war bezeichnend. „Wir sind noch nicht in Form“, stellte Eilers fest. Was wiederum einfach zu erklären ist. Die Regionalligasaison beginnt erst in sechs Wochen, die beiden stecken noch am Anfang der Vorbereitung. Die niedrigeren Ligen beginnen aber bereits jetzt mit den Punktspielen – entsprechend sind einige der Gegner schon topfit gewesen. „Und wir waren vielleicht etwas nervös, zu verspannt, weil wir uns unbedingt gut präsentieren wollten“, sagte Eilers.
Besonders bitter war dann, dass die beiden DFC-Spieler auch gegen Christian Lerbs (Peine) und Marcel Pabst (Buer) verloren, 18:21, 24:22, 14:21. Das Oberliga-Gespann war nicht schlecht, aber Eilers und Alvermann machten zu viele einfache Fehler und brachten sich selbst um die Chance, weiter vorne zu landen. Zwar gab es dann am Ende noch den 15:21, 21:17, 23:21-Sieg gegen die späteren Letzten Daniel Kruse und Felix Ruth aus Stade sowie den 21:19, 21:18-Triumph über Lukas Dieckhoff (Nenndorf-Jesteburg) und Sebastian Soboll (Cuxhaven). Doch dann verpassten sie gegen die Braunschweiger Filip Beckmann und Thomas Leschke mit einer 19:21, 21:18, 17:21-Niederlage Platz 18. „Ich war wirklich enttäuscht und stinkig über meine Leistung“, haderte Eilers mit sich.
Aber es gab ja auch Delmenhorster, die besser abschnitten. Im Herrendoppel startete Christian Schlüter an der Seite des Vechelders Björn Wirthsmann. Die beiden wurden Vierter. „Aber auch Björn sagt, dass ihm noch die Schnelligkeit fehlt, er ist noch im Krafttraining.“ Sven Andrzejewski, der in der Vorsaison für den DFC aufschlug und nun für Maschen, startete mit dem Gifhorner Henning Zanssen und wurde Zweiter.
Und dann waren da ja noch die Ausrufezeichen, die Delmenhorsts Dame Nummer eins, Katja Stolte, setzte. Im Doppel trat sie an der Seite der Gifhornerin Sonja Schlösser an und sicherte sich die Bronzemedaille. Dabei schlugen die beiden im kleinen Finale Sonja Grünwald vom SC Wildeshausen und Meike Mählhop aus Metjendorf. Yvonne Cordsen (TuS Heidkrug) wurde an der Seite von Natascha Seiffert (TuS Varrel) Achte, die ehemalige Wildeshauserin Corinne Beutler, die jetzt für den VfL Maschen startet, sicherte sich an der Seite von Bianca Pils (BV Gifhorn) Gold.
Auch im Mixed war Katja Stolte erfolgreich, an der Seite von Christian Schlüter wurde sie ebenfalls Dritte. Im kleinen Finale setzten sie sich gegen Corinne Beutler und Marcel Pabst durch. Auf Platz fünf landete Sven Andrzejewski an der Seite von Astrid Hoffmann (Gifhorn). Und der Ex-Wildeshauser Andreas Kühling, der zu Hannover 96 gewechselt ist, wurde an der Seite seiner neuen Vereinskameradin Alexandra Schmedtje Zehnter.



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