Beide Veranstaltungen verliefen friedlich. Der Demonstrationszug, der von der Bremer Initiative "Gegen rechte Gewalt" angemeldet worden war, wurde dabei von einem großen Polizeiaufgebot abgesichert. Bei der Mahnwache waren dann kaum noch Beamte zu sehen. Hartmut Nordbruch, Sprecher des Delmenhorster Bündnisses, betonte, dass es "weitere Veranstaltungen gegen rechts" in diesem Jahr in Delmenhorst geben werde.
Bei den Protesten spielte auch eine Zahl immer wieder eine Rolle: die 181. So viele Menschen starben in Deutschland seit 1990 durch rechte Gewalt. Zumindest ist das die Zahl, die die Amadeu-Antonio-Stiftung, die sich gegen Rechtsextremismus einsetzt, Ende vergangenen Jahres veröffentlicht hat. Anlass zu den Kundgebungen war, dass es in der Nacht vom 21. auf den 22. Januar einen Schwerverletzten gegeben hat. Ein Punker war in Delmenhorst vor einer Kneipe wahrscheinlich von Rechtsextremen mit Baseballschlägern krankenhausreif geprügelt worden (wir berichteten).
Da diese Attacke wohl in Zusammenhang mit einem Konzert der rechten Band "Kategorie C" stand, die am Sonnabend ursprünglich erneut in der Stadt auftreten wollte, waren die Kundgebungen auf Sonnabend gelegt worden. Ein Konzert fand nach jetzigem Kenntnisstand nicht statt.


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