Delmenhorst. Kritik fing sich die Verwaltung für ihren Plan ein, die Bahnüberführung am Großen Tannenweg mittels einer Überführung zu bauen. "Da träumen einige Leute wohl von der günstigsten Lösung mit diesem Riesenwall", sagte Heinrich-Karl Albers (CDU), Vorsitzender des Planungsausschusses. Aber diese Lösung wird von der Politik nicht mitgetragen. Die Stelle der für diesen Bau vorgesehenen 100000 Euro tilgte die Politik kurzerhand - um das Geld umzuverteilen. Jeweils 50000 Euro soll es stattdessen zusätzlich für die Fahrradwegsanierung - ein Antrag von SPD und Grünen - und für die Reparatur von Gemeindestraßen geben, was wiederum die CDU vortrug.
Und es gab noch weitere Änderungswünsche der Politik, deren Finanzierung teilweise noch nicht genau gesichert ist. Aber da einige Bauprojekte verschoben wurden, ist man sich parteiübergreifend einig, Wege zu finden. So wurde der Punkt "Unterhaltung von Anlagen" von 37000 Euro auf 97000 Euro aufgestockt. 10000 Euro davon sollen schon einmal bereit stehen, damit die Schäden in der Graft, die durch den sehr hohen Grundwasserstand und starke Regenfälle im Vorjahr verursacht wurden, auch in diesem Jahr behoben werden können. Die restlichen 50000 Euro werden benötigt, um einen von allen getragenen CDU-Antrag zu finanzieren: Die Politik hatte sich bereits Ende vergangenen Jahres dafür ausgesprochen, für jeden gefällten Baum auf städtischem Grund und Boden als Ausgleich nicht nur einen, sondern gleich drei neue zu pflanzen.
Lärmgutachten für Baris-Platz
Unter Vorbehalt steht nun vorerst der Umbau des Sportplatzes an der Lerchenstraße, auf den der SV Baris seit vielen Jahren wartet. Hintergrund ist ein von der Verwaltung in Auftrag gegebenes Lärmgutachten, das alle Fraktionen noch einmal beraten wollen - um nicht jetzt viel Geld in den Platzumbau zu stecken und dann das gleiche Debakel wie am Blücherweg mit dem TV Jahn zu erleben. Dort kann nach Beschwerden aus der Nachbarschaft nur eingeschränkt Fußball gespielt werden.
Beraten wollen die Politiker auch noch mal über zwei neue Stellen, die im Fachbereich geschaffen werden sollen. Die neuen Leute sollen die Verkehrsüberwachung auf der Autobahn28 im Stadtgebiet übernehmen, wofür die Kommune nun zuständig ist. Annette Schwarz (CDU) sieht dafür keine Veranlassung, weil die Unfallstatistik nicht nachweise, dass die Autobahn einen Gefahrenpunkt darstelle. Susanne Mittag (SPD), Vorsitzende des Umweltausschusses, machte aber deutlich, dass umgekehrt ein Schuh draus werde: Nur weil die Einhaltung des Tempolimits kontrolliert werde, würden höhere Unfallzahlen vermieden. Im August 2011 war das Thema bereits im Ausschuss debattiert worden - und auch da gab es keine Mehrheit dafür.


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