Insgesamt sind in der Gemeinde jährlich 2000 Passagiere mit dem Bürgerbus unterwegs - allerdings hauptsächlich auf den 'Gründungslinien' 221 und 222. 'Auf der 220 sind es derzeit weniger als 100 Fahrgäste im Monat', erläutert die Vereinsvorsitzende Hanna Otter-Sandstedt. 'Aber wir hoffen nun auf verbesserte Zahlen, zumal die Linien 221 und 222 anfangs auch schwächer waren.'
Wichtigste Neuerung auf der jüngsten Linie ist, das fortan auch am Nachmittag Fahrten möglich sind. Zentraler Punkt wird dabei Rethorn, wo künftig ein einfacheres Umsteigen auf die Linie 222 in Richtung Delmenhorst möglich sein wird. Außerdem gibt es nun direkte Touren nach Falkenburg oder Bergedorf, außerdem wird neuerdings der Anschluss von Bookholzberg an die Nord-West-Bahn in Richtung Bremen gesichert. 'Zuvor war es gut möglich, dass man im Bus saß und an der Schranke zusehen musste, wie der Zug gerade wegfuhr', schildert Kuhlmann.
Einige Stationen gestrichen
Möglich wurde eine Veränderung dieser Art durch eine gezielte Umstellung der Fahrtroute. Beispielsweise wurden schwach- bis nichtfrequentierte Stationen oder Straßenzüge komplett gestrichen (so wird zukünftig beispielsweise nicht mehr die Bienenweide in Bookholzberg angefahren), wodurch eine Menge Zeit eingespart wird. Für den Gast hat das den weiteren Vorteil, dass ein kleines Bürgerbus-Netz entstanden ist. So ist beispielsweise die zügige Fahrt von Heide bis Steinkimmen möglich, wobei nur ein Mal umgestiegen werden muss. 'Ein interessantes Angebot für einen Sonntagsausflug, der allerdings unter der Woche stattfinden muss', erklärt Otter-Sandstedt. Denn bei all den Änderungen gibt es eine Konstante - der Bürgerbus ist nicht am Wochenende unterwegs.
'Durch die Änderungen wollen wir das VBN-Netz in der Gemeinde noch kompletter machen', meint Rolf Kuhlmann, der in diesem Zusammenhang auch kritische Töne anstimmt. 'Der Vorschlag aus Politik und Verwaltung, dass für weitere Fahrten auch die Möglichkeit der Schulbusnutzung besteht, geht völlig an unserer Zielgruppe vorbei - denn das sind weiterhin die älteren Bürger.' Abgesehen von den ungünstigen Fahrzeiten in den Morgenstunden sei auch der Lärmpegel der Jugendlichen nicht zu vergessen.



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