| Zwölf Fragen zum Sportjahr 2011 » |
Drei Tore hatte Köhlen erzielt, gekonnt sogar. Aber viel öfter waren die Gäste gar nicht vorm Worpsweder Kasten aufgetaucht. Das war der entscheidende Unterschied. Ein Tabellenzweiter spielt eben effektiver. Worpswede, weiter auf Rang zwölf und damit potenzieller Absteiger, brauchte unendlich viele Anläufe. Worpswedes Trainer Malte Jaskosch hatte natürlich Recht, als er feststellte: 'Wir haben stark gespielt, sind viel über die Außen gekommen.' Es brachte nichts Zählbares ein.
Nicht einmal in Überzahl, weil Köhlens Kiesner die Ampelkarte (85.) sah. Nicht einmal durch die Einwechslung zusätzlicher Offensiver (Schitz/80. und Mainz/83.). 'Mehr Stürmer hatte ich nicht', so Jaskosch. Köhlen hatte sie. Eben solche von der blitzschnell schaltenden Sorte. Den Ballgewinn nach nicht geahndetem Foul an Metin Ertem nutzte Bober zum Steilpass auf Kiesner und der machte das 0:1 (7.) - Köhlens erster Torschuss. Auch der zweite saß: Tietjen und Bober, der Vollstrecker, spielten sich ganz einfach, schnell und direkt durch die Worpsweder Hälfte (20.).
Nur zwei Minuten später schien Worpswedes vorzeitiges Aus perfekt zu sein. Rasmus Berger unterlief ein Handspiel im 16er, Köhlens Tietjen aber scheiterte im ersten Versuch und auch im Nachschuss an Keeper Nils Kühtmann. Für Worpswede ein Zeichen. Die Mannschaft erhöhte den Druck, schaffte den Anschlusstreffer durch Drilon Demaku, der den von Bernd Böschen herausgeholten Foulelfmeter verwandelte (33.). 'So baut man einen Gegner auf', grantelte Köhlens Kriesen und räumte ein: 'Wir haben uns viel zu sehr in die eigene Hälfte drängen lassen.' Worpsweder aber hatte Pech. Torsten Plewa scheiterte mit einem Freistoßknaller an Keeper Küther, der eine Klasse-Parade zeigte. Kevin Taube traf mit einem 25-Meter-Schuss nur die Torlatte. Eine Vielzahl von Eck- und Freistößen segelte vor Gäste-Tor. Vergebens. Köhlen reichte ein Konter. Der wurde zur Ecke abgewehrt. Hamcke trat den Ball, Tietjen köpfte ein zum 1:3 (90.). Das machte den Unterschied aus.



