Vorgestern wurde die gesamte Klasse vorzeitig nach Hause geschickt. Jetzt überprüfen Mitarbeiter des Gesundheitsamtes des Landkreises Osterholz den Impfschutz der Schüler und Schülerinnen. Wer per Impfausweis nicht nachweisen kann, dass er gegen Masern geimpft, muss vorerst dem Unterricht fern bleiben. Schüler anderer Klassen des Gymnasiums seien davon nicht betroffen, hieß es seitens des Gesundheitsamtes.
Dessen Leiter, Dr. Mustafa Yilmaz, erklärte, dass es sich bei Masern um eine hoch ansteckende Krankheit handele, die Komplikationen und Folgekrankheiten mit sich bringen könne. Auf verschiedenen Internetportalen wird ebenfalls davor gewarnt, Masern zu unterschätzen. Dort heißt es unter anderem, dass es sich durchaus um eine lebensbedrohende Erkrankung handele. Deswegen würden Kinderärzte wegen einer Reihe von Todesfällen Alarm schlagen.
Masern im 21. Jahrhundert? Zu dieser Frage sagte der Geschäftsführer der Kassenärztlichen Vereinigung, Bezirk Stade, Michael Schmitz: 'Zwar empfehlen die meisten Ärzte eine Impfung, doch gibt es keinen Impfzwang'. Eltern könnten daher frei entscheiden, ob sie ihre Kinder impfen ließen. Welche Gründe gibt es für Eltern, auf Impfungen zu verzichten? Zu dieser Frage ließ Michael Schmitz durchblicken, dass es wohl an einer gewissen Impfmüdigkeit liege, Eltern seien trotz ärztlicher Empfehlungen wahrscheinlich zu wenig motiviert, ihre Kinder impfen zu lassen.
Das Gesundheitsamt Osterholz lässt ergänzend wissen, dass für die Impfung ein Dreifach-Impfstoff am besten sei, der gegen Masern, Röteln und Mumps schütze. Die Impfung sei für gesetzlich Krankenversicherte kostenlos. Sie werde in der Regel von Haus- und Kinderärzten angeboten. In Einzelfällen seien auch Impfungen im Gesundheitsamt möglich.
Für Rückfragen steht im Gesundheitsamt Eckart Christiansen unter der Telefonnummer 04791/930150 Rede und Antwort. Informationen gibt es auch im Internet.


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