und David Schön
Achim. Die SG Achim/Baden steht nach ihrem sechsten Saisonspiel weiterhin ohne Punktverlust an der Tabellenspitze der Handball-Oberliga Nordsee. Gestern feierte die Mannschaft von Trainer Irek Faciejew einen 28:18-(11:9)-Erfolg beim ATSV Habenhausen.
Dieses deutliche Ergebnis spiegelt die Kräfteverhältnisse zwischen der Spielgemeinschaft und dem Lokalrivalen aus Bremen, der verletzungsbedingt auf seinem Rückraumroutinier Muris Salkic verzichten musste, nur bedingt wider. In der ersten Halbzeit sahen die gut 250 Zuschauer am Bunnsackerweg eine ausgeglichene Partie, 'eine regelrechte Abwehrschlacht', wie auch Faciejew befand. Tatsächlich lieferten sich hinter den Deckungsreihen, welche den gegnerischen Angreifern kaum ein Durchkommen ermöglichten und sie immer wieder zu Fehlern zwangen, auch die Torhüter Ole Prehn (13/3 Paraden) und Olaf Kümmel (17/2) ein Duell auf allerhöchstem Oberliga-Niveau.
So hatten beide Teams bis zur 10. Spielminute nur je zwei Treffer markieren können. Zwischen der 12. und der 22. Spielminute blieb die SG gar ganze zehn Minuten ohne Torerfolg, ehe Malvin Patzack den Bann brach und nach Zuspiel von Block-Osmers sehenswert per Kempa-Trick zum 4:4 ausglich. Kurz darauf konnten die Achimer sich erstmals nennenswert absetzen, Meier, Block-Osmers und Döhling erhöhten von 6:6 auf 6:9. Nach dem Seitenwechsel zeichnete sich zunächst ein ähnliches Bild ab. Die Gäste spielten geduldig und warteten auf die Gelegenheit, vorentscheidend davonzuziehen. Die Zwei-Tore-Pausenführung wurde über ein 11:14 (35.) und 13:18 (44.) kontinuierlich ausgebaut.
Nun folgte die spielentscheidende Phase: Der SG gelang es, aus den sich nun häufenden Fehlwürfen und einfachen Ballverlusten des ATSV Kapital zu schlagen. Zwischen dem 14:19 durch Florian Block-Osmers (47.) und dem 15:26 durch den eingewechselten Simon Bock (55.) musste die SG bei reichlicher Torausbeute nur einen Gegentreffer hinnehmen und verkraftete auch die Hinausstellung des starken Patrick Denker (48./Rote Karte nach drei Zeitstrafen). Vor allem Malvin Patzack und Florian Block-Osmers, der unter anderem nach zwei Steals die Bälle direkt per Tempogegenstoß verwandelte, konnten dem Spiel in diesen Minuten ihren Stempel aufdrücken.
Katz-Comeback gelungen
Faciejew hatte in seiner Bilanz eine starke Habenhauser Mannschaft gesehen: 'Das Ergebnis ist im Prinzip sicher fünf Tore zu hoch ausgefallen. Letztendlich hat die Tatsache, dass wir gerade im Rückraum über mehr Alternativen und erfahrene Spieler wie Block-Osmers und Denker verfügen, den Unterschied gemacht.'
Kapitän Cord Katz gab in der zweiten Halbzeit ein 20-minütiges Comeback, für das er von den vielen mitgereisten Achimer Fans mit großem Applaus bedacht wurde.


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