Dabei handelt es sich laut Pressemitteilung um eine vor wenigen Jahren gegründete Arbeitsgemeinschaft, die sich mit den Beziehungen zwischen Kirche und zeitgenössischer Kunst und Literatur auseinandersetzt und darüber hinaus kulturelle Veranstaltungen organisiert - "nicht nur für die Gemeinde und nicht allein im sakralen Raum".
Peter Marggraf, 1947 in Lüneburg geboren, war ein Meisterschüler des 20 Jahre älteren Bildhauers Emil Cimiotti. Er lebt und arbeitet in Neustadt am Rübenberge und immer auch einige Zeit des Jahres in Venedig, ehemals Europas Druckwerkstätten-Metropole. Von dort stammt auch der Name seiner "San Marco-Handpresse".
Marggraf gilt nicht nur als bedeutender Plastiker und Zeichner, sondern auch als vielseitiger, einfallsreicher Büchermacher. Er setzt, bebildert, druckt, bindet und verlegt Bücher älterer Autoren in aufwändigen Ausgaben bei kleiner Auflage. Außerdem bringt er auch regelmäßig Bücher zeitgenössischer Autoren heraus, vor allem mit Gedichten und zeitgenössischer Prosa. Als Herausgeber unterstützt ihn der Lyriker Hans-Georg Bulla.
Den Mittelpunkt der Ausstellung unter dem Titel "Seht den Menschen" bildet eine repräsentative Auswahl aus dem mittlerweile umfangreichen plastischen und zeichnerischen Werk Peter Marggrafs. "Es ist das große Lebensthema des Künstlers, dessen Menschenbild niemals ein als ganzes und heiles in Erscheinung tritt". Die Gäste der Vernissage, Beginn 18.30 Uhr, werden von Museumsleiter Björn Emigholz begrüßt. In das bildnerische Werk führt Propst Bernd Kösling ein. Am Piano von Toni Rudek begleitet, wird Wilhelm Steffens unter anderem Gedichte von Georg Trakl und Rainer Maria Rilke lesen. "Von beiden Autoren hat Marggraf sehr schöne Ausgaben gestaltet. Zudem stehen ihre Texte in erkennbarem Zusammenhang mit seinem Gesamtwerk", heißt es in der Einladung. Die Ausstellung ist bis zum 15. Februar zu den üblichen Öffnungszeiten des Domherrenhauses zu sehen.


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