"Sehet den Mensch", das Thema der Ausstellung, nahm Propst Bernd Kösling als roten Faden für seine Ansprache zur Einführung in die Werke Marggrafs. Ihn regten sie an zum philosophischen Denken, so Kösling. Er verglich die Skulpturen, die zum Teil als Torsos gestaltet sind, mit Menschen, wie sie mit ihren Wunden vor Gott stehen.
Auf ihn wirkten die Skulpturen anregend, sagte er. Der Mensch sei fürs Paradies geschaffen worden, das Zerstörende, das der menschlichen Existenz entspringe, sei nicht eingeplant gewesen, so der Geistliche.
Zu seinen Werken merkte Marggraf an, dass er die speziellen Effekte nur mit der Bronze, einem aus der Mode gekommenen Material, erzielen könne. Daher seien diese Ausstellungstücke von einer Tiefe mit Schatteneffekten und einem starken Ausdruck geprägt.
Die alte Kunst des Bronzegießens sei in Deutschland zu einem seltenen Handwerk geworden. In Rinteln an der Weser und in Berlin habe er noch Werkstätten gefunden, die aus seinen aus Lehm geformten Plastiken Abgüsse erstellen könnten, die seinen künstlerischen Ansprüchen entsprechen, erzählte Marggraf.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 13 Uhr und von 15 bis 17 Uhr.


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