Zur Begründung schreibt Bohlmann: „Die Kreisverwaltung hat dies Angebot nicht angenommen, da sie der Meinung ist, dass Eigentumsrechte an einem Mahnmal/Denkmal aus ideellen und versicherungstechnischen Gründen sowie der besseren Identifikation von Vereinsmitgliedern allein bei einem Verein liegen sollten.“
Der alte Reichsbahn-Waggon wurde 2003 auf dem Gelände der Berufsbildenden Schulen Verden aufgestellt und eingeweiht. Er sollte an den Transport von Kriegsgefangenen, KZ-Häftlingen und zivilen Zwangsarbeiterinnen und -arbeitern erinnern. Der Landkreis Verden hatte sich mit 2000 Euro aus dem Budget der Berufsschule an dem Projekt beteiligt.
Am 26. Januar 2007 fiel das Mahnmal einem Brandanschlag zum Opfer. Verein und Schule einigten sich, den ausgebrannten Waggon mit seiner nunmehr doppelten Symbolik an seinem Standort auf dem Berufsschulgelände stehen zu lassen. Eine Instandsetzung des Waggons kam auf Grund des Zerstörungsgrades nicht mehr in Frage. Die zugesagte Versicherungssumme in Höhe von 9000 Euro soll für den Bau eines Witterungsschutzes verwendet werden, heißt es in einem Schreiben des Vereins für Regionalgeschichte an den Landkreis.
Nach dem Anschlag hat der Verein mehr als 20.000 Euro an Spenden eingenommen. Mit dem Geld soll ein zweiter Waggon angeschafft werden, der in der Verdener Innenstadt aufgestellt werden soll – als zentraler „Denkort“.
Ulla Schobert (Die Grünen), die Vorsitzende des Kreis-Kulturausschusses, regte in der jüngsten Sitzung ihres Gremiums an, Vertreter des Vereins für Regionalgeschichte einzuladen, damit die Ausschussmitglieder mehr über die Arbeit des Vereins erfahren.
Kontakt: Joachim.Woock@gmail.com, Telefon 04231/81782.



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