Bramstedt. Die jüngsten Probleme in der Schülerbeförderung im Bereich der Samtgemeinde Hagen kamen zum Schluss der Schulausschusssitzung in der Bramstedter Grundschule zur Sprache. Die Zuhörer, das waren Bürgermeister Hinrich Bühring, Ratsfrau Heike Matthias, Mutter eines "Fahrschülers" und eine Anliegerin, schilderten die Zustände. Es ging um die Abfahrtszeit um 12.30 Uhr, wenn Schul- und Kindergartenschluss ist. Dann sei die Schulstraße für einen kurzen Zeitraum zugeparkt, weil viele der jüngsten Besucher per Auto abgeholt werden.
Als am Freitag vergangener Woche das Busunternehmen die Samtgemeinde Hagen die Gemeinde Bramstedt und die Schulleitung darüber informierte, dass die Grundschüler ab dem 1. Februar nicht mehr direkt vor der Schule einsteigen sollten, sondern die rund 300 Meter entfernte Haltestelle am Niedersachsenhaus benutzen müssten, wurden alle aktiv. Der Antrag auf die verkehrsrechtliche Verfügung für ein Halteverbotsschild ging einen Tag vor Ablauf des Ultimatums in der Samtgemeinde ein. Der Bramstedter Bauhof stellte daraufhin das entsprechende Schild auf, und der Bus kam wieder bis zur Schule.
Über das Verkehrsproblem vor der Bramstedter Grundschule hatte Hauptamtsleiterin Sabine Mosebach-Bock den Schulausschuss der Samtgemeinde bereits im vergangenen Oktober informiert. Ein Ortstermin mit Vertretern des Landkreises Cuxhaven und der Polizei hatte stattgefunden. Lösungen durch eine Einbahnstraßenregelung, zeitlich eingeschränktes Halteverbot und den Bau weiterer Parkplätze sollten in der Folge diskutiert werden. Ein Ergebnis stand jedoch noch aus.
Bramstedts Bürgermeister Hinrich Bühring wies darauf hin, dass seine Gemeinde Bauvorschläge für weitere Parkplätze im Bauamt der Samtgemeinde in Hagen eingereicht habe. Leider stehe jedoch das Thema nicht auf der Tagesordnung der am kommenden Mittwoch stattfindenden Bauausschusssitzung.
Ratsfrau Heike Matthias, technische Zeichnerin von Beruf, hatte die entsprechenden Pläne zu Papier gebracht. Vierzehn Parkplätze plus Behindertenparkplatz könnten vor Schule und Kindergarten Platz finden. Die würden allerdings "nur" für die Bediensteten in Schule und Kindergarten ausreichen. Das Problem der kurzzeitigen Parker würde dadurch nicht gelöst werden können.
Gespräche mit den Anliegern hätten ergeben, dass diese eine Einbahnstraßenregelung in der Schulstraße ablehnten, berichtete Bühring weiter. Die jetzt eingerichtete Halteverbotszone werde auf Einhaltung kontrolliert, ergänzte Mosebach-Bock. Für weitere Parkplätze seien Haushaltsmittel-reste aus dem Vorjahr übertragen worden, sodass Finanzmittel zur Verfügung stehen würden.
Die Hagener Grundschulleitern Kathrin Meyer-Joost wies auf ähnliche Probleme auf den Bus-Parkplätzen vor dem Schulzentrum hin. Die Busse könnten oft erst verspätet abfahren, "die müssen warten, bis die Privat-Autos weggefahren sind." Leidtragende seien die Kinder, die auf den Bus angewiesen seien. "Erwachsene können ihr Parkproblem nicht lösen, und es wird auf die Kinder abgewälzt, das ist eine Zumutung."
In Hagen bahnt sich allerdings eine Lösung an, wenn bei der Neuanlage des Zentralen Omnibusbahnhofes (ZOB) ein "Kiss-and-ride"-Parkstreifen angelegt wird, auf dem die Autos zum Ein- und Aussteigen der Schüler stehen können. An der Grundschule in Uthlede gebe es ebenfalls Verkehrsprobleme auf der schmalen Straße, wenn Eltern ihre Kinder abholen, fügte Schulleiter Norbert Nowka hinzu.
Der Schulausschuss plädierte einstimmig dafür, den in der Vergangenheit bei Problemen mit der Schülerbeförderung einberufenen "runden Tisch" wieder zu beleben, an dem auch die Busunternehmer teilnehmen sollen.
In Bramstedt scheint fürs Erste das Problem vom Tisch. Menges hoffte, dass es so bleibt. Gefreut hat es ihn, dass sich die Wittstedter Fahr-Schüler mit einem Bild bei ihm dafür bedankt hätten, dass der Bus weiterhin vor der Schultür halten könne.


Regenwahrscheinlichkeit:
